26 June 2026, 04:09

Mike Amiri zeigt in Paris eine düstere Kollektionswende mit persönlicher Note

Amiri Frühlingskollektion 2027: Bauchschau

Mike Amiri zeigt in Paris eine düstere Kollektionswende mit persönlicher Note

Designer Mike Amiri präsentierte in Paris seine neueste Kollektion – mit einer kühnen stilistischen Wende. In dieser Saison verließ er seine sonst so sonnendurchflutete, nostalgische Vision von Los Angeles und widmete sich stattdessen der raueren, dekadenteren Seite der Stadt. Die Show war ein Novum für seine aus dem Iran stammenden Eltern, die zum ersten Mal in ihrem Leben zur Paris Fashion Week gereist waren.

Die geschlechterübergreifende Präsentation eröffnete ein schlichtes, schiefergraues Anzug-Ensemble – eine direkte Hommage an American Gigolo. Amiris Entwürfe ließen sich zudem stark vom Film Drive inspirieren, mit patchworkartigen Lederjacken und einer Ästhetik, die von Neonlicht durchdrungen war. Statt seiner markanten, lässig fallenden Jacken setzte er diesmal auf präzisere Schulterlinien und hochtaillierte Hosen mit akzentuierten Bündchen.

Schillernde Stoffe verleihen der Kollektion eine futuristische Note. Neben der Mode debütierte Amiri auch seine erste Schmucklinie im Hochpreissegment. Eine persönliche Komponente brachte sein Vater ein, dessen Einfluss den kreativen Prozess maßgeblich prägte.

Als die Show endete, umarmte Amiri seine Eltern auf der Bühne – beide sichtbar bewegt. Für seinen Vater war es der erste Besuch einer Modenschau in Paris. Die Kollektion zeigte eine düstere, ausgereiftere Interpretation von Amiris gewohntem Stil. Die Anwesenheit seiner Eltern verlieh der Präsentation einen berührenden Moment. Mit der neuen Schmucklinie und der präzisen Schneiderei leitet der Designer ein neues Kapitel für sein Label ein.

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