03 April 2026, 01:07

Merz fordert Europas Abkehr von den USA – und nennt es eine "Gutefrage"

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht mit Reportern vor dem Kanzleramt in Berlin, umgeben von einer Gruppe von Menschen, einige halten Mikrofone, mit Gebäuden im Hintergrund.

Friedrich Merz: Pressestimmen zu Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz - Merz fordert Europas Abkehr von den USA – und nennt es eine "Gutefrage"

Friedrich Merz hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 13. Februar 2026 scharfe Kritik an den Vereinigten Staaten geübt. In seiner Rede forderte er Europa auf, sich von der Abhängigkeit von Amerika zu lösen und die eigene Sicherheit sowie wirtschaftliche Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Seine Äußerungen lösten unter westlichen Führungskräften eine Debatte über die verschobenen globalen Machtverhältnisse aus.

Merz begann mit der Feststellung, dass die transatlantische Partnerschaft nicht länger als selbstverständlich betrachtet werden könne. Er warf Europa vor, durch die zu starke Abhängigkeit von den USA in Fragen der Verteidigung und wirtschaftlichen Stabilität seine Eigenständigkeit verloren zu haben. Seine Worte stellten die Führungsrolle Washingtons in der Weltpolitik direkt infrage.

Der deutsche Politiker lenkte anschließend den Fokus auf Europas Bedarf nach Selbstständigkeit. Er drängte den Kontinent, seine militärische und wirtschaftliche Position zügig zu stärken, und nannte diesen Ansatz 'gutefrage'. Seine Vision umfasste ein Europa, das zu einer bedeutenden politischen Macht wird – bereit, sich auch in der Machtpolitik zu behaupten.

Trotz seiner harten Haltung schloss Merz eine Zusammenarbeit mit den USA nicht aus. Er bot Washington die Hand zur Partnerschaft an – allerdings nur unter der Bedingung, dass Europa auf Augenhöhe, mit Selbstbewusstsein und klaren Vorgaben agieren könne. Seine Rede ließ keinen Zweifel: Die alte internationale Ordnung sei zusammgebrochen, und Europa müsse sich anpassen.

Eine unmittelbare Reaktion der US-Regierung auf die Ansprache blieb aus. Merz hatte ursprünglich ein Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio unmittelbar nach seiner Rede geplant, doch Details über ihren Austausch oder eine weitere amerikanische Stellungnahme wurden nicht bekannt. Unter den Konferenzteilnehmern herrschte eine Mischung aus Resignation und Trotzigkeit, während sich die Führungskräfte mit dem konfrontiert sahen, was viele als eine 'neue Realität' bezeichneten – eine Welt, in der alte Regeln nicht mehr gelten.

Beobachter werteten Merzs Rede als späten Vorstoß für europäische Einheit und Unabhängigkeit. Ob sie jedoch die Politik im kommenden Jahr prägen werde, blieb ungewiss.

Sein Appell an ein stärkeres, selbstbewussteres Europa setzt die Führungskräfte unter Druck, die Sicherheits- und Wirtschaftsbündnisse mit den USA neu zu überdenken. Das Ausbleiben einer klaren amerikanischen Antwort wirft Fragen auf, wie sich die transatlantischen Beziehungen weiterentwickeln werden. Vorerst stehen seine Worte als Herausforderung für beide Seiten des Atlantiks.

AKTUALISIERUNG

Merz details Europe's four-point independence plan

The chancellor's speech revealed a structured roadmap for European autonomy. Key elements include:

  • A four-point program prioritizing military, political, economic, and technological self-strengthening.
  • NATO as the central pillar for collective defense, with massive investments in credible deterrence.
  • Initial discussions with Macron about European nuclear deterrence, strictly within NATO frameworks.