Lufthansa baut 4.000 Stellen ab – Piloten drohen mit Streik im Rentenstreit
Bert BiggenLufthansa baut 4.000 Stellen ab – Piloten drohen mit Streik im Rentenstreit
Lufthansa treibt radikale Umstrukturierung voran, um Kosten zu senken und die Rentabilität zu steigern. Der Luftfahrtkonzern plant, tausende Stellen abzubauen, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern und seine Abläufe effizienter zu gestalten. Gleichzeitig stimmen die Piloten über mögliche Streiks im Rentenstreit ab.
Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat eine Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen bei Lufthansa und Lufthansa Cargo eingeleitet. Die Abstimmung läuft bis Dienstag, 10:00 Uhr, wobei die Forderungen nach besseren Rentenregelungen im Mittelpunkt des Konflikts stehen. Zuvor hatte die Airline die finanziellen Ansprüche der Piloten als nicht tragbar zurückgewiesen.
Im Rahmen ihres Umstrukturierungsplans will Lufthansa in den kommenden Jahren rund 4.000 Verwaltungsstellen streichen. Weitere 1.500 Vollzeitpositionen sollen innerhalb des Konzerns an internationale Standorte verlegt werden. Mit diesen Schritten sollen Personalkosten gesenkt und die Effizienz gesteigert werden.
Darüber hinaus plant das Unternehmen, seine verschiedenen Fluggesellschaften unter einer einheitlichen Organisationsstruktur zusammenzufassen. Bis 2030 soll nur noch etwa die Hälfte der aktuellen Kurz- und Mittelstreckenflotte von Lufthansa und Lufthansa Cityline im Einsatz bleiben. Neue Flugzeuge, Digitalisierung und operative Anpassungen sollen zusätzliche Einsparungen bringen.
Lufthansa hat sich zum Ziel gesetzt, eine Betriebsmarge von 8 bis 10 Prozent des Umsatzes zu erreichen. Damit soll die langfristige Zukunft des Unternehmens gesichert und nachhaltige Renditen für die Aktionäre erzielt werden.
Die Umstrukturierungsmaßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund der Bemühungen, die finanzielle Lage der Airline zu stärken. Stellenabbau, Flottenreduzierung und operative Veränderungen werden das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren prägen. Das Ergebnis der Pilotenabstimmung über Streiks könnte die Pläne zusätzlich beeinflussen.






