Lilium-Übernahme durch AAMG platzt – Insolvenzverwalter stoppen Deal vorerst
Kuno GeislerLilium-Übernahme durch AAMG platzt – Insolvenzverwalter stoppen Deal vorerst
Die geplante Übernahme von Lilium durch die Ambitious Air Mobility Group (AAMG) ist ins Stocken geraten. Die Insolvenzverwalter haben den Deal vorläufig gestoppt, bis AAMG nachweist, dass sie über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt. Die Verzögerung wirft Fragen über die Zukunft des Elektroflugzeug-Projekts von Lilium auf.
Lilium hatte zu Jahresbeginn Insolvenz angemeldet, nachdem das Unternehmen keine weitere Finanzierungsrunde sichern konnte. Dadurch kam die Entwicklung seines sieben Sitzplätze umfassenden eVTOL-Flugzeugs zum Erliegen. AAMG hatte sich daraufhin bereit erklärt, die Vermögenswerte von Lilium zu übernehmen und die Arbeiten am Lilium Jet wiederaufzunehmen.
Als Zeichen ihres Engagements hatte AAMG bereits einen Mietvertrag für den Lilium-Standort in Oberpfaffenhofen unterzeichnet. Doch nun verlangen die Insolvenzverwalter den Nachweis, dass das Unternehmen den Kaufpreis aufbringen kann. Zudem fordern Prüfer Garantien für die Finanzierung der weiteren Entwicklung, Zertifizierung und Produktion des Flugzeugs.
Das Übernahmeverfahren bleibt so lange ausgesetzt, bis AAMG die geforderten finanziellen Belege vorlegt. In den kommenden Wochen soll entschieden werden, ob die Mittel ausreichen. Das Ergebnis wird die nächsten Schritte für Lilium und seine Belegschaft maßgeblich prägen.
Scheitert AAMG an den finanziellen Auflagen, bleibt die Zukunft des Projekts ungewiss. Die Entscheidung der Insolvenzverwalter wird darüber bestimmen, ob die Entwicklung des Lilium Jet fortgesetzt werden kann.






