21 March 2026, 12:13

Lebenshaltungskosten: Warum Städte wie München immer teurer werden als das Land

Ein detaillierter alter Stadtplan von Hohensberg, Deutschland, in einem alten Buch gezeigt, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten sowie begleitendem Text über die Stadt.

Wohnen und Lebenshaltungskosten: München bleibt teuerste Stadt in Deutschland - Lebenshaltungskosten: Warum Städte wie München immer teurer werden als das Land

Ein neuer Bericht unterstreicht die wachsende Kluft bei den Lebenshaltungskosten zwischen Deutschlands größten Städten und ländlichen Regionen. Die Studie, erstellt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), zeigt, dass Wohnkosten nach wie vor der entscheidende Faktor für die Bezahlbarkeit sind. Zwar hat die Inflation die Preise bundesweit in die Höhe getrieben, doch bleiben einige Gebiete deutlich günstiger als andere.

2022 lagen die Wohn- und Lebenshaltungskosten in den sieben größten deutschen Städten fast 50 Prozent über dem Bundesschnitt. Die Nebenkosten in diesen Ballungsräumen waren 22 Prozent höher, während die Gesamtausgaben um 11 Prozent über dem Durchschnitt lagen. München stach dabei mit besonders drastischen Mietsteigerungen hervor – hier stiegen die Preise seit 2020 um 15 bis 20 Prozent, während es in Berlin, Hamburg und Frankfurt 10 bis 12 Prozent waren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) führt diesen Anstieg auf die starke Nachfrage durch Jobs im Technologiesektor, ein knappen Wohnraumangebot und zögerliche Bauaktivitäten zurück.

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In ländlichen Regionen mit schrumpfender Bevölkerung sieht die Lage hingegen anders aus. In Gebieten wie dem Vogtlandkreis in Sachsen liegen Mieten und Nebenkosten bis zu einem Drittel unter dem Bundesschnitt. Trotz deutlicher Preisanstiege in den letzten Jahren haben sich die regionalen Preisunterschiede kaum verändert.

Der Regionale Preisindex des IW betont, dass ein schnellerer Wohnungsbau den Kostendruck in den Städten lindern könnte. Dennoch bleibt die Kluft zwischen teuren Metropolen und günstigem Land trotz hoher Inflation zwischen 2022 und 2024 bestehen.

Die Ergebnisse bestätigen, dass die Wohnkosten die Bezahlbarkeit in den Städten am stärksten prägen, während ländliche Regionen weiterhin deutlich niedrigere Lebenshaltungskosten bieten. Da die Inflation sowohl städtische als auch ländliche Gebiete betrifft, schlägt der Bericht vor, dass ein Ausbau der Bautätigkeit helfen könnte, die Unterschiede zu verringern. Vorerst bleiben die günstigsten Wohngegenden jedoch dünn besiedelte Landkreise wie der Vogtlandkreis.

Quelle