"Landtag Live": Wie junge Menschen in Bayern Politik hautnah erleben
Anto Lehmann"Landtag Live": Wie junge Menschen in Bayern Politik hautnah erleben
Einwöchiges Politikprogramm in Bayern gibt jungen Teilnehmenden Einblicke in die Regierungsarbeit
Das Projekt "Landtag Live", das seit 2003 alle zwei Jahre stattfindet, hat jungen Menschen in dieser Woche einen direkten Einblick in die politische Arbeit ermöglicht. Schülerinnen und Schüler wie Annarita Seitz aus Oberguenzburg trafen sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, diskutierten mit Ministerinnen und Ministern und besuchten das Münchner Rathaus, um mehr über Kommunalpolitik zu erfahren.
Die Initiative, organisiert von der Katholischen Landjugendbewegung Bayern (KLJB Bayern) und der Kolpingjugend Bayern, hat zum Ziel, Politik für junge Menschen greifbarer zu machen. In diesem Jahr trafen die Teilnehmenden unter anderem Digitalminister Fabian Mehring und Staatssekretär Tobias Gotthardt, die ihre Aufgaben in der Landesregierung erläuterten. Eine Sitzung in der Bayerischen Staatskanzlei widmete sich zudem der Frage, wie Gesetze entstehen.
Im Münchner Rathaus sprach die Gruppe mit Stadtrat Andreas Voßeler über kommunale Entscheidungsprozesse. Annarita Seitz bezeichnete die Erfahrungen als faszinierend und betonte, wie schnell sich Politikerinnen und Politiker auf neue Herausforderungen einstellen müssen. Franz Wacker, Vorsitzender der KLJB Bayern, hob hervor, dass die Auflage 2026 erneut das politische Interesse der Jugendlichen gesteigert habe – während gleichzeitig Abgeordnete frische Perspektiven der jungen Generation erhalten hätten.
Seit seinem Start setzt sich "Landtag Live" dafür ein, Berührungsängste junger Menschen mit der Politik abzubauen. Durch den direkten Austausch mit Verantwortlichen und Debatten soll das Engagement für demokratische Prozesse gefördert werden.
Das Programm 2026 knüpfte an die Tradition an, junge Bayerinnen und Bayern mit der Arbeit von Landes- und Kommunalpolitik vertraut zu machen – von der Gesetzgebung bis zur Stadtplanung. Die Organisatorinnen und Organisatoren planen, die Veranstaltung auch künftig alle zwei Jahre durchzuführen, um weiterhin politische Neugierde zu wecken.






