Krach attackiert Bundesregierung: "Sparpolitik trifft Berlin besonders hart"
Kuno GeislerKrach attackiert Bundesregierung: "Sparpolitik trifft Berlin besonders hart"
Steffen Krach, SPD-Vorsitzender in Berlin und Kandidat für das Bürgermeisteramt, hat die Bundesregierung aus Union und Sozialdemokraten scharf kritisiert. Er warf der Koalition vor, bei Sozialleistungen und im Gesundheitswesen einseitig auf Sparmaßnahmen zu setzen, während drängendere Probleme vernachlässigt würden.
Krach betonte, dass die geplanten Kürzungen vor allem die Berliner Bevölkerung hart treffen würden. Die Maßnahmen nannte er ungerecht und warnte davor, Reformen überstürzt und ohne ausreichende Prüfung durchzusetzen. Fairness, so Krach, müsse Vorrang vor Tempo haben.
Zudem übt er Kritik an der Informationspolitik der Regierung: Es fehle eine klare Linie bei der Vermittlung der geplanten Änderungen. Die täglichen Ankündigungen neuer Einschnitte sorgten seiner Ansicht nach nur für zusätzliche Verunsicherung. Stattdessen forderte er die Verantwortlichen auf, ein ausgewogenes und gerechtes Gesamtpaket zu schnüren.
Krach beschrieb eine gedrückte Stimmung unter den Wählerinnen und Wählern, viele äußerten Frust und Sorgen. Um dies zu veranschaulichen, lud er Kanzler und Minister ein, mit ihm an einem Infostand in Berlin den direkten Austausch mit der Bevölkerung zu suchen und die Stimmung vor Ort mitzuerleben.
Trotz seines Appells an den Dialog zeigt sich Krach skeptisch, ob vor der Sommerpause noch eine Einigung auf Reformen gelingen kann. Er besteht darauf, dass die Regierung die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen muss, bevor über endgültige Beschlüsse entschieden wird.






