Klöckner fordert Kirche auf: Mehr Spiritualität, weniger Politik
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die katholische Kirche aufgefordert, sich wieder stärker auf ihre spirituelle Aufgabe zu besinnen. In einer jüngeren Stellungnahme betonte die CDU-Politikerin, die Institution müsse sich aus dem täglichen politischen Streitgeschehen zurückziehen. Stattdessen solle sie sich den grundlegenden Fragen von Glaube und Sinn widmen.
Klöckner verwies auf eine wachsende Entfremdung zwischen der Kirche und den jüngeren Generationen. Viele suchten in Krisenzeiten nach Halt und Orientierung, so die Präsidentin. Doch wenn sich die Kirche wie eine politische Partei verhalte, riskiere sie, an Bedeutung zu verlieren.
Als positive Beispiele nannte sie England und Frankreich, wo eine stärkere spirituelle Ausrichtung das Ansehen der Kirche gestärkt habe. Zwar befürworte sie einen offenen Dialog innerhalb der Glaubensgemeinschaft, warnte jedoch davor, den Kernauftrag zu verwässern. Die Kirche müsse Trost und Führung bieten – und nicht nur politische Kommentare abgeben.
Klöckner grenzt sich zudem klar ab: Sie sei weder in die Organisation des Katholikentags eingebunden noch Mitglied im Zentralkomitee. Zur jüngsten Ausschließung von AfD-Politikern von der Veranstaltung äußerte sie keine Bedenken.
Ihre Äußerungen unterstreichen den Appell, die Kirche möge zu ihren Ursprüngen zurückkehren. Durch eine Priorisierung spiritueller Führung statt politischer Einmischung könne sie den Bedürfnissen der Menschen besser gerecht werden, ist Klöckner überzeugt. Ihre Worte spiegeln damit auch die breitere Debatte über die Rolle der Kirche in der modernen Gesellschaft wider.






