KI-basierte Thermografie soll Lithium-Akku-Brände in E-Autos verhindern
Bert BiggenKI-basierte Thermografie soll Lithium-Akku-Brände in E-Autos verhindern
Die Elektroauto-Branche wächst rasant – doch Brände in Lithium-Ionen-Akkus bleiben ein kritisches Sicherheitsrisiko. Schon geringe Temperaturschwankungen können einen thermischen Durchbruch auslösen, der zu verheerenden Folgen führt. Um diesem Problem zu begegnen, hat Raytron, ein führender Anbieter von Infrarot-Thermografie, ein KI-gestütztes Überwachungssystem entwickelt, das frühe Warnsignale in Batterien erkennt.
Die neue Technologie von Raytron kombiniert künstliche Intelligenz mit Daten aus Wärmebildkameras, um Temperaturveränderungen und Muster zu analysieren. Damit ergänzt sie herkömmliche Batteriemanagementsysteme (BMS) und ermöglicht präventive Warnmeldungen, noch bevor ein Brand entsteht. Das System kommt bereits in verschiedenen Phasen des Batterielebenszyklus zum Einsatz.
In der Produktion erkennt die Thermografiekamera TN220 defekte Zellen mit Mikro-Kurzschlüssen oder schlechten Schweißnähten, indem sie ungewöhnliche Hitzeentwicklung während des schnellen Ladens oder Entladens aufspürt. In Forschung und Entwicklung überwachen Infrarotkameras die Wärmeausbreitung bei Belastungstests und validieren so die thermische Sicherheit von Designs.
In der Logistik scannen rund um die Uhr Wärmebildsysteme Lagerhallen nach plötzlichen Hotspots, um kostspielige Lithium-Brände zu verhindern. Im Kundendienst helfen tragbare Thermografiegeräte Wartungsteams dabei, fehlerhafte Zellen oder lockere Verbindungen zu lokalisieren, bevor sie überhitzen. Die Echtzeit-Bilddaten ermöglichen schnelle Eingriffe und verhindern, dass kleine Probleme zu einem vollständigen thermischen Durchgehen eskalieren.
Aktuelle Brände in Lithium-Batterien unterstreichen den Bedarf an berührungsloser, hochpräziser Überwachung. Raytrons Lösung schließt diese Lücke mit einer proaktiven, KI-basierten Erkennung.
Die Thermografie-Technologie des Unternehmens ermöglicht eine lückenlose Überwachung von Lithium-Ionen-Akkus über ihren gesamten Lebenszyklus – von der Herstellung bis zur Wartung. Durch die frühzeitige Erkennung von Temperaturanomalien trägt sie dazu bei, Brände in Produktion, Lagerung und Instandhaltung zu vermeiden. Das System ist nun verfügbar, während die E-Mobilitätsbranche nach sichereren Lösungen für das Batteriemanagement sucht.






