Kaufbeuren kämpft mit akutem Wohnungsmangel – 800 Wohnungen fehlen trotz Leerstand
Bert BiggenKaufbeuren kämpft mit akutem Wohnungsmangel – 800 Wohnungen fehlen trotz Leerstand
Eine neue Studie hat in Kaufbeuren einen gravierenden Wohnraummangel aufgedeckt: Mindestens 800 Wohnungen fehlen, um die aktuelle Nachfrage zu decken. Wie aus dem jüngsten Bericht des Pestel-Instituts hervorgeht, schreitet der Wohnungsbau nur langsam voran – obwohl hundertweit Wohnungen seit über einem Jahr leer stehen. Lokale Verantwortliche stellen die Erkenntnisse zur jüngsten Bautätigkeit jedoch infrage.
Laut der Wohnmarktanalyse des Pestel-Instituts müsste Kaufbeuren jährlich etwa 180 neue Wohneinheiten errichten, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Doch wie der leitende Ökonom Matthias Günther betont, gehe es beim Bau "im Schneckentempo" voran. Zudem verweist der Bericht darauf, dass 420 Wohnungen in der Stadt seit mehr als zwölf Monaten ungenutzt bleiben.
Wie viele Wohnungen seit 2020 tatsächlich fertiggestellt wurden, lässt sich nicht eindeutig beziffern. Während die Studie auf eine Stagnation im Bausektor hinweist, widerspricht die Stadtverwaltung Kaufbeuren dieser Einschätzung. Man verweise auf Fortschritte, konkrete Zahlen liegen jedoch nicht vor.
Die Untersuchung unterstreicht die Kluft zwischen Wohnungsbedarf und Bauaktivität in Kaufbeuren. Bei 800 fehlenden und 420 langfristig leeren Wohnungen wächst der Druck, den Wohnungsbau zu beschleunigen. Die Debatte über die Baufortschritte hält an, während die Stadt zu konkreteren Maßnahmen aufgefordert wird.






