Karmasin bleibt Landrat – mit Bierfass und 30 Jahren Tradition
Thomas Karmasin hat sich bei der Stichwahl am 22. März 2026 eine weitere Amtszeit als Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck gesichert. Mit 56,4 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen seine Herausforderin Ronja von Wurmb-Seibel durch und verlängert damit seine nunmehr drei Jahrzehnte währende Amtszeit. Der Sieg wurde mit einer symbolträchtigen Geste gefeiert: Ein 30-Liter-Bierfass – ein Liter für jedes Jahr seiner bisherigen Dienstzeit – unterstrich die Länge seines Engagements.
Die Wahlbeteiligung lag bei 52,1 Prozent. Besonders stark schnitt Karmasin in kleineren Gemeinden ab, wo er seine höchste Zustimmung in Adelshofen mit 73,3 Prozent der Stimmen erhielt. In größeren Kommunen sah er sich jedoch stärkerer Konkurrenz ausgesetzt, wo von Wurmb-Seibel deutliche Zugewinne verbuchen konnte.
Karmasin, der das Amt seit 1996 innehat, räumte ein, dass seine Gegnerin den Wählerinnen und Wählern eine deutlich andere politische Vision angeboten habe. Trotz der Herausforderung sichert ihm der Sieg eine weitere Amtszeit bis 2032 – wie er bestätigte, wird dies jedoch seine letzte sein.
Nach Bekanntgabe des Ergebnisses löste der CSU-Kreistagsabgeordnete Engelbert Jais ein Wahlkampfversprechen ein und überreichte ein 30-Liter-Bierfass – ein Liter für jedes Jahr von Karmasins Dienstzeit. Von Wurmb-Seibel zeigte sich unterdessen stolz auf ihren Wahlkampf und kündigte an, sich weiterhin in der Kommunalpolitik zu engagieren, unter anderem mit Aufgaben im Kreistag.
Das Ergebnis der Stichwahl bestätigt Karmasins anhaltende Führung im Landkreis Fürstenfeldbruck, wenn auch mit einer schmaleren Mehrheit als in früheren Wahlen. Seine sechste Amtszeit läuft bis 2032, danach wird er zurücktreten. Das Bierfass, mittlerweile zur Tradition geworden, diente als humorvolle Hommage an seinen langjährigen Einsatz.






