Innovative Betonfundamente verbinden Deutschlands längste Stromautobahn unter der Erde
Jonas SeifertInnovative Betonfundamente verbinden Deutschlands längste Stromautobahn unter der Erde
Ein neues unterirdisches Stromkabel nimmt in Deutschland Gestalt an – mit speziellen Betonbauteilen in einer Schlüsselrolle
Die Kleihues Betonbauteile GmbH & Co. KG hat robuste Schachtfundamente entwickelt, die Hochspannungskabel für das SouthEastLink-Projekt verbinden. Die 540 Kilometer lange Trasse soll erneuerbare Energien durch ganz Deutschland transportieren.
Der SouthEastLink ist eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ), die bis zu 4 Gigawatt Leistung von Nord- und Ostdeutschland in den Süden bringen soll. Der Großteil der Strecke verläuft unterirdisch, wobei der Abschnitt D3b – ein zwei Kilometer langes Teilstück bei Landshut – als letzte Verbindung zum bestehenden Netz dient.
Für diesen Abschnitt konstruierte Kleihues maßgefertigte Schachtfundamente aus stahlbewehrten Betonfertigteilen. Jedes Fundament besteht aus großen Wannen mit integriertem Auftriebsschutz, Kabelrohrdurchführungen und Befestigungspunkten für Schachtträger. Die Konstruktion ermöglicht das präzise Verbinden der Hochspannungskabel unter kontrollierten Bedingungen im Untergrund.
Die Montage erforderte besondere Sorgfalt, da die Betonelemente bis zu 35 Tonnen wiegen. Das Team von Kleihues setzte einen Mobilkran ein, um sie millimetergenau zu positionieren. Die Fertigteilbauweise bot Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und sofortige Wasserdichtigkeit – entscheidende Vorteile für unterirdische Arbeiten.
Nach dem Anschluss der Kabel wurden die Hochwasserschutzmaßnahmen entfernt, die Fundamente verfüllt und die Baugruben renaturiert. Das Gelände steht nun wieder der Landwirtschaft zur Verfügung. Die fertigen Schachtfundamente gewährleisten eine sichere und effiziente Verbindung für die unterirdischen Kabel des SouthEastLink. Dieser Abschnitt trägt dazu bei, erneuerbare Energien ins nationale Stromnetz zu integrieren und unterstützt so Deutschlands Übergang zu einem klimaneutralen Energiesystem. Das Projekt zeigt, wie spezialisierte Bautechniken den Bau großflächiger Energieinfrastrukturen ermöglichen.






