05 April 2026, 02:13

Historisches Treffen: Post-Ost-Gemeinschaften vernetzen sich erstmals in Deutschland

Ein detaillierter alter Stadtplan von Ostende, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über die Bevölkerung und bemerkenswerte Merkmale zeigt.

Historisches Treffen: Post-Ost-Gemeinschaften vernetzen sich erstmals in Deutschland

Erstes persönliches Treffen von Post-Ost-Gemeinschaften in Deutschland

Vom 6. bis 8. August fand in Deutschland ein dreitägiges Treffen von Post-Ost-Gemeinschaften statt. Organisiert von der BUNT-Stiftung, brachte die Veranstaltung erstmals Migrantinnen und Migranten aus ehemaligen Ostblockstaaten persönlich zusammen. Das Treffen markierte den Start des neuen Projekts p(ost) berlin, das vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert wird.

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Im Mittelpunkt der Konferenz stand der Austausch zwischen Menschen mit Wurzeln in Osteuropa. Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über den Aufbau starker Migrantengemeinschaften. Unter den Teilnehmenden waren Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen wie dem Kinder- und Jugendverband JunOst, der junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund unterstützt, sowie der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft, die seit 1997 die Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland stärkt.

Die gastgebende Organisation BUNT bietet Sprach- und Kulturkurse für Migrantinnen und Migranten, Unternehmen sowie deren Beschäftigte an. Ein besonderer Fokus liegt auf Frauen, Kindern und Familien. Weitere teilnehmende Gruppen waren Nash Berlin, das mit ukrainischen Kulturschaffenden und dem Verein Mriya zusammenarbeitet, sowie Frauenpower aus Sachsen-Anhalt, das ukrainische Frauen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft unterstützt.

Deutschland verfügt über ein dichtes Netz von rund 750.000 eingetragenen Vereinen, die gemeinnützigen Initiativen rechtliche und finanzielle Unterstützung bieten. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu Migrantinnen und Migranten aus ehemaligen Ostblockstaaten, doch zeigen allgemeine Statistiken, dass 2022 rund 23,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland lebten.

Die Veranstaltung unterstrich die wachsenden Bemühungen, osteuropäische Migrantengemeinschaften in Deutschland zu vernetzen und zu stärken. Projekte wie p(ost) berlin zielen darauf ab, kulturelle Bindungen und Integration zu fördern. Gleichzeitig wurde die wichtige Rolle von Vereinen deutlich, die Ressourcen und Vernetzungsmöglichkeiten für vielfältige Communities bereitstellen.

Quelle