Günther Felßner zieht Ministerkandidatur nach Protesten von Animal Rebellion zurück
Bert BiggenGünther Felßner zieht Ministerkandidatur nach Protesten von Animal Rebellion zurück
Günther Felßner hat seine Kandidatur für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers zurückgezogen. Die Entscheidung fiel nach einer Protestaktion der Aktivistengruppe Animal Rebellion auf seinem Hof am 24. März 2025. Felßner nannte die Demonstration als Grund für seinen Rückzug aus der geplanten Rolle.
Am Morgen des 24. März 2025 drangen Aktivisten von Animal Rebellion auf Felßners Hof vor. Einige kletterten auf das Dach seines Rinderstalls und entrollten ein großes Transparent, andere versammelten sich auf dem Gelände mit Schildern, die sich gegen seine mögliche Ernennung zum Landwirtschaftsminister richteten.
Felßner gab später seinen Rückzug bekannt und begründete dies mit Sorgen um die Sicherheit seiner Familie. Animal Rebellion wies diese Darstellung zurück und betonte, die Aktion sei friedlich verlaufen und habe sich ausschließlich gegen seine berufliche Funktion gerichtet. Die Polizei war vor Ort, nahm die Personalien der Aktivisten auf und ließ sie anschließend ziehen.
Die Gruppe kritisiert Felßners öffentliche Äußerungen zu Klimawandel und Artensterben. Seine Positionen unterschätzten ihrer Ansicht nach die Dringlichkeit dieser Themen. Zwar setzt sich Animal Rebellion für eine Welt ein, die auf Solidarität zwischen den Arten basiert, betont aber zugleich, das Privatleben von Politikern zu respektieren und Proteste ausschließlich auf deren berufliches Handeln zu beschränken.
Felßners Rückzug folgt auf eine gezielte, aber gewaltfreie Protestaktion auf seinem Hof. Die Aktivisten richteten sich gegen seine politischen Positionen, nicht gegen seine Person. Seine Entscheidung lässt die Stelle des Landwirtschaftsministers nun für eine andere Kandidatin oder einen anderen Kandidaten offen.






