Großübung in Dachau testet Antiterror-Abwehr mit 300 Einsatzkräften
Großübung der Sicherheitskräfte auf dem Gelände der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau
Diese Woche fand auf dem Übungsgelände der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau eine großangelegte Notfallübung statt. Über 300 Einsatzkräfte nahmen teil, darunter Polizisten, Feuerwehrleute und Angehörige der Bundeswehr. Ziel der Übung war es, im Rahmen des Antiterror-Programms GETEX die Reaktion auf ein simuliertes Krisenszenario zu testen.
Die Übung verlief reibungslos, ohne dass Zwischenfälle gemeldet wurden. Die Behörden lobten die abgestimmte Zusammenarbeit der verschiedenen Kräfte, zu denen Berufsfeuerwehrleute, Rettungssanitäter, Einheiten der Bereitschaftspolizei, das Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie die Feldjägertruppe der Bundeswehr zählten. Das Szenario sah einen fiktiven Angriff auf ein Start-up der Verteidigungstechnik vor, das militärische Drohnen entwickelt.
Die Übung war Teil des GETEX-Programms (Gemeinsame Terrorismusabwehrausbildung), das zwar hauptsächlich in Schleswig-Holstein angesiedelt ist, aber mehrere Bundesländer einbindet. Die Organisatoren betonten die Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit und vernetzter Notfallabläufe. Gleichzeitig reagierte die Übung auf wachsende globale Sicherheitsrisiken und die Notwendigkeit, sich auf komplexe Bedrohungslagen vorzubereiten.
Bei einer früheren Übung in Erding im Oktober 2025 war es zu einem versehentlichen Schusswechsel gekommen – ein Vorfall, der die Risiken solcher Einsätze verdeutlichte. Diesmal lag der Fokus jedoch darauf, die gemeinsamen Abläufe ohne Zwischenfälle zu optimieren.
Die Dachauer Übung endete erfolgreich und stärkte die Zusammenarbeit zwischen Rettungskräften und Militär. Die Teilnehmer sammelten wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Hochrisikoszenarien, die künftige Ausbildungsmaßnahmen prägen dürften. Die Übung unterstrich einmal mehr, wie wichtig Vorbereitung angesichts sich wandelnder Sicherheitsherausforderungen ist.






