Grenzschutzbericht 2024: Weniger illegale Einreisen, aber mehr Schleuserkriminalität
Jonas SeifertGrenzschutzbericht 2024: Weniger illegale Einreisen, aber mehr Schleuserkriminalität
Bundespolizeidirektion Rosenheim veröffentlicht Bericht 2024 zu Grenzschutz und illegaler Migration
Die Bundespolizeidirektion Rosenheim hat ihren Jahresbericht 2024 zu Grenzschutz und illegaler Migration vorgelegt. Die Zahlen zeigen einen spürbaren Rückgang unbefugter Einreisen im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch bleiben Schleusungskriminalität und Dokumentenfälschungen anhaltende Herausforderungen.
Im Jahr 2024 registrierten die Beamten rund 3.300 illegale oder versuchte Einreisen – ein Rückgang um 30 Prozent gegenüber 2023. Fast jeder Fünfte der Aufgegriffenen war syrischer Staatsangehöriger, was den höchsten Anteil aller Nationalitäten darstellt. Busse waren mit 45 Prozent das meistgenutzte Transportmittel der Migranten.
Die Behörden verweigerten etwa 1.900 Personen die Einreise, was rund 60 Prozent der erfassten Fälle entspricht. Die Mehrheit davon betraf Migranten, die in Deutschland weder Asyl noch Schutz beantragten. Gleichzeitig stiegen die Dokumentendelikte leicht an: Rund 210 Fälle von gefälschten oder falschen Papieren wurden aufgedeckt – 20 mehr als im Vorjahr.
Drogenstraftaten gingen von etwa 320 auf 290 Fälle zurück. Zudem vollstreckten die Beamten rund 370 Haftbefehle, vor allem gegen Personen mit offenen gerichtlichen Forderungen, ausstehenden Haftstrafen oder bevorstehenden Ingewahrsamnahmen. Im Schnitt wurde alle vier Tage ein mutmaßlicher Schleuser festgenommen.
Der Bericht zeichnet ein gemischtes Bild: Weniger illegale Einreisen, aber weiterhin Probleme mit Schleuserkriminalität und gefälschten Dokumenten. Mit fast 2.000 abgewehrten Migranten unterstreichen die Daten den anhaltenden Druck auf die Grenzkontrollen. Die Behörden bleiben darauf fokussiert, die organisierte Kriminalität zu bekämpfen und die Einhaltung der Einreiseregeln sicherzustellen.






