Green Flexibility revolutioniert Stromnetze mit REGIOlink-Konzept und Batteriespeichern
Anto LehmannGreen Flexibility revolutioniert Stromnetze mit REGIOlink-Konzept und Batteriespeichern
Green Flexibility stellt neues Konzept zur Entlastung regionaler Stromnetze vor
Das Unternehmen Green Flexibility hat einen innovativen Ansatz präsentiert, um die Belastung regionaler Stromnetze zu verringern. Mit dem REGIOlink-Konzept und einem begleitenden Whitepaper zeigt das Unternehmen auf, wie großskalige Batteriespeicher die Netzstabilität unterstützen können. Aktuell wird das System in einer Pilotanlage in Immenstadt getestet, doch eine flächendeckende Einführung steht noch vor Herausforderungen.
Die REGIOlink-Lösung setzt auf datengestützte Steuerungsmethoden, um die Flexibilität in Stromnetzen zu bewerten. Durch die Quantifizierung, wie Speichersysteme Engpässe entlasten können, soll der Bedarf an teuren neuen Stromtrassen reduziert werden. Green Flexibility bietet zudem Umsetzungsmodule an – von technischen Analysen der Netzbetriebweisen bis hin zu vertraglichen Vereinbarungen mit Netzbetreibern.
Das Whitepaper definiert darüber hinaus, wie Batteriespeichersysteme mit dem Netz interagieren. Es klassifiziert ihre Betriebsmodi nach Wirkung und bietet so eine strukturierte Methode für ihre Integration. Dennoch schreitet die Entwicklung nur langsam voran, da viele Netzbetreiber nach wie vor den Ausbau klassischer Infrastruktur priorisieren – statt auf speicherbasierte Lösungen zu setzen.
Die Nachfrage nach Netzanschlüssen für große Batterieprojekte steigt in ganz Deutschland stark an. Christoph Ostermann, CEO von Green Flexibility, betonte jedoch, dass sich das Unternehmen auf praktische Lösungen konzentriere, statt auf BranchenDebatten. Christina Hepp, Direktorin für Strategie, ergänzte, dass zwar Einnahmeverluste für Betreiber drohten, faire Vergütungsmodelle und klarere Regularien jedoch entscheidend seien, um diese Innovationen zu skalieren.
Die REGIOlink-Pilotanlage in Immenstadt markiert einen Schritt hin zu einer intelligenteren Netzsteuerung. Ohne stärkere regulatorische Unterstützung bleibt eine breite Einführung jedoch begrenzt. Netzbetreiber und Politiker müssen nun die Kluft zwischen der wachsenden Nachfrage nach Speicherlösungen und der bisherigen Abhängigkeit vom klassischen Netzausbau überbrücken.






