29 April 2026, 10:41

Giffey diskutiert mit Apothekerin über Reformen und finanzielle Nöte in Berlin

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Giffey diskutiert mit Apothekerin über Reformen und finanzielle Nöte in Berlin

Franziska Giffey, Berlins Senatorin für Wirtschaft, besuchte am Mittwoch die Alte Kloster-Apotheke in Rudow. Die ehemalige regierende Bürgermeisterin diskutierte eine Stunde lang mit der Apothekerin Katja Laurisch-Nehrkorn über drängende Themen, darunter die anstehende Apothekenreform und die finanziellen Belastungen für lokale Apotheken.

Während des Gesprächs wies Laurisch-Nehrkorn auf die längst überfällige Anpassung der Festbetragsregelung für Apotheken hin. Höhere Gebühren würden bessere Löhne für das Personal ermöglichen und so die Motivation sowie die Mitarbeiterbindung verbessern, argumentierte sie. Zudem forderte die Apothekerin verbindliche Verhandlungsrechte, um die Honorare ohne Einmischung des Bundesgesundheitsministeriums selbst festlegen zu können.

Giffey hörte sich die Sorgen von Laurisch-Nehrkorn an, betonte jedoch als Landespolitikerin ihren begrenzten Einfluss auf die Bundesgesetzgebung. Thema war auch die von Berlin geplante Ausbildungsabgabe, die sich an den Bruttolohnkosten orientieren soll. Apotheken befürchten, dass dies ihre ohnehin angespannte finanzielle Situation weiter verschärfen könnte.

Kritisch äußerte sich Laurisch-Nehrkorn zudem zum wachsenden Trend, dass hochpreisige Medikamente direkt vertrieben werden und damit den Großhandel umgehen. Dies setze lokale Apotheken unter zusätzlichen Druck. Giffey wiederum sprach sich gegen Pläne aus, die Kompetenzen von Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) auszuweiten. Sie warnte davor, dass dadurch Drogerieketten in den Verschreibungsmedikamenten-Markt eindringen könnten.

Nach dem Besuch bedankte sich Giffey auf Instagram bei Laurisch-Nehrkorn für deren Engagement bei der medizinischen Versorgung des Viertels. Die Apothekerin zeigte sich im Nachhinein zufrieden und hatte das Gefühl, dass ihre Anliegen Gehör fanden.

Der Besuch unterstrich die finanziellen und betrieblichen Herausforderungen, vor denen Berlins Apotheken stehen. Zwar zeigte Giffey Verständnis, doch die entscheidenden Weichenstellungen bei Gebührenanpassungen und Reformen liegen in der Hand des Bundes. Laurisch-Nehrkorns Forderungen nach Verhandlungsrechten und fairen Honoraren werden die Debatte um die Apothekenreform voraussichtlich weiter prägen.

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