17 June 2026, 16:34

Gerresheimer wächst um 11,6 Prozent – doch das Kerngeschäft schwächelt überraschend

Gerresheimer: Wachstum durch Akquisitionen statt organisches Wachstum

Gerresheimer wächst um 11,6 Prozent – doch das Kerngeschäft schwächelt überraschend

Gerresheimer verzeichnet 11,6 Prozent Umsatzplus im ersten Quartal 2024 – Wachstum vor allem durch Übernahme von Bormioli Pharma

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Der Pharmaverpackungshersteller Gerresheimer hat für das erste Quartal 2024 einen Umsatzanstieg von 11,6 Prozent auf 520,1 Millionen Euro gemeldet. Haupttreiber des Wachstums war die jüngste Übernahme des italienischen Konkurrenten Bormioli Pharma. Das Kerngeschäft des Unternehmens blieb hingegen hinter den Erwartungen zurück.

Das organische Geschäft – zu dem Spritzen, Ampullen und Injektionssysteme zählen – entwickelte sich schwächer als prognostiziert. Ohne den Bormioli-Zukauf wäre der Umsatz im Kerngeschäft sogar um 6,5 Prozent gesunken. Auch die operative Marge verfehlte mit 17,6 Prozent das angestrebte Ziel von 22 Prozent deutlich.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und strebt eine operative Marge von etwa 22 Prozent an. Anleger zeigen weiterhin Interesse an der rezessionsresistenten Medizintechnik-Branche. Gerresheimer arbeitet daran, sich vom reinen Komponentenhersteller zu einem skalierbaren, innovationsgetriebenen Systemanbieter zu wandeln.

Kritiker monieren jedoch mangelnde Transparenz und uneinheitliche operative Leistungen. Gleichzeitig erwartet der Kapitalmarkt, dass die Integration von Bormioli kulturelle Impulse und innovative Fortschritte mit sich bringen wird.

Während das Umsatzwachstum vor allem auf die Übernahme-strategie zurückzuführen ist, bleiben die Schwächen im Kerngeschäft und die verfehlten Margenziele zentrale Herausforderungen. Die Prognose für das Gesamtjahr sowie der strategische Kurswechsel werden von Investoren und Branchenbeobachtern genau verfolgt.

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