08 May 2026, 08:10

Fürths Oberbürgermeister widerspricht Bundestagspräsidentin Bas im Migrationsstreit

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnenmasten unter einem bewölkten Himmel.

Fürths Oberbürgermeister widerspricht Bundestagspräsidentin Bas im Migrationsstreit

Ein öffentlicher Streit über Migration ist zwischen dem Oberbürgermeister von Fürth und einer Bundesministerin entbrannt. Thomas Jung, der Bürgermeister der Stadt, kritisierte scharf Äußerungen von Bärbel Bas, der Bundestagspräsidentin und SPD-Politikerin. Seine Reaktion folgte auf Bas’ Behauptung, niemand ziehe wegen der Sozialleistungen nach Deutschland.

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Bas hatte im Bundestag erklärt, dass Zuwanderung nach Deutschland niemals durch den Zugang zu Sozialhilfe motiviert sei. Jung wies ihre Aussage umgehend als falsch und irreführend zurück. Er verwies auf klare Belege dafür, dass Menschen gezielt nach Deutschland kämen, um Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen – sowohl aus Osteuropa als auch aus anderen Regionen.

Der Oberbürgermeister warnte, dass das Ignorieren dieser Realität schwerwiegende politische Folgen haben könne. Er betonte, wie wichtig es sei, Bas’ Aussagen direkt zu widersprechen, da die Leugnung von sozialmotivierter Zuwanderung ein gefährliches Signal sende. Jung merkte zudem an, dass es auch innerhalb der SPD Stimmen gebe, die diese sozialen Probleme anerkennen – auch wenn andere sie nicht sehen wollen.

Trotz seiner Kritik räumte Jung ein, dass Migration in Fürth auch positive Auswirkungen habe. Er hob zahlreiche Erfolgsgeschichten gut integrierter Menschen mit Migrationshintergrund hervor, die einen großen Beitrag für die Stadt leisten.

Die Auseinandersetzung wirft ein Schlaglicht auf die unterschiedlichen Positionen in der deutschen Politik zu Migration und Sozialleistungen. Jungs Aussagen unterstreichen die Kluft zwischen denen, die sozialmotivierte Zuwanderung als reales Problem betrachten, und denen, die diese Vorstellung rundweg ablehnen. Die Debatte wird voraussichtlich anhalten, während Politiker um Lösungen für diese komplexe Thematik ringen.

Quelle