26 June 2026, 02:12

Forschungsprojekt ForBat@Bau will Baustellen mit digitaler Planung klimaneutral machen

Allianz forscht an elektrifizierten Baustellen

Forschungsprojekt ForBat@Bau will Baustellen mit digitaler Planung klimaneutral machen

Das Forschungsprojekt ForBat@Bau soll Baustellen revolutionieren, indem es ein integriertes Planungs- und Betriebswerkzeug für emissionsfreie Arbeitsplätze entwickelt. Unter der Leitung der Technischen Universität München (TUM) zielt die Initiative darauf ab, voll elektrifizierte Baustellen zu ermöglichen, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch durch softwaregestützte Lösungen zuverlässig gesteuert werden können.

Bisherige Versuche, die Emissionen auf Baustellen zu reduzieren, konzentrierten sich weitgehend auf den Austausch von Dieselmaschinen durch elektrische Alternativen. Die TUM argumentiert jedoch, dass dieser Ansatz allein nicht nachhaltig ist, da er das übergeordnete System aus Energieverbrauch, Maschinenpark und Betriebsabläufen nicht berücksichtigt.

Das Projekt betrachtet Bauprozesse, Maschinen, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur und Netzanschlüsse als ein einheitliches, vernetztes System. Vier zentrale Handlungsfelder umfassen maßgeschneiderte Antriebstechnologien für Maschinen, intelligente Batteriesysteme, softwarebasierte Planung von Energieflüssen sowie die flexible Nutzung von Baustromanschlüssen.

Als akademische Partner wirken die Hochschule Landshut und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg mit. Aus der Industrie beteiligen sich der Bayerische Bauindustrieverband, die Bayerische BauAkademie sowie Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Bauwirtschaft, der Netzbetreibung und der Simulationsbranche. Ein zentrales Anliegen ist die Vernetzung dieser Akteure, um ganzheitliche, gemeinsam nutzbare Lösungen zu entwickeln.

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Ziel des Projekts ist die Schaffung eines umfassenden Werkzeugs zur Planung und zum Betrieb komplexer, emissionsfreier Baustellen. Durch die Integration von Energiestrukturen, Maschinen und Prozessmanagement soll ein nachhaltiges und praxistaugliches Modell für die Branche entstehen.

Quelle