26 June 2026, 18:11

Europas Großstädte verbünden sich gegen Airbnb und Co.

EU-Metropolen plan gemeinsame Regeln für Airbnb & Co

Europas Großstädte verbünden sich gegen Airbnb und Co.

Große europäische Städte schmieden ein Bündnis, um strengere und einheitliche EU-weite Vorschriften für digitale Plattformen durchzusetzen. Unter Führung des Städtebündnisses Eurocities argumentieren sie, dass die aktuellen Gesetze den Herausforderungen der modernen Sharing Economy nicht gerecht werden. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem Kommunen mit Wohnungsmangel und Steuerausfällen durch Kurzzeitvermietungen zu kämpfen haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Vertreter aus Metropolen wie Paris, München und Wien trafen sich kürzlich in München, um gemeinsame Schritte gegen Plattformen wie Airbnb abzustimmen. Ihrer Ansicht nach verschärfen solche Dienste die Wohnungsnot in den Innenstädten und mindern die Steuereinnahmen. Zwar gibt es bereits ein Flickwerk lokaler Regelungen, doch Kritiker bemängeln, dass diese uneinheitlich sind und oft auf massiven Widerstand stoßen.

Der EU-Ausschuss der Regionen bereitet derzeit ein Positionspapier zu Airbnb und ähnlichen Anbietern vor, das anschließend der Europäischen Kommission zur Prüfung vorgelegt wird. Unterdessen sorgt Wiens Versuch, Taxi- und Fahrdienstleistungen zusammenzuführen, für Aufsehen – ein Verfassungsstreit ist bereits anhängig.

Der wachsende Einfluss von Airbnb ist unübersehbar: Allein in Österreich vermittelte das Unternehmen im vergangenen Jahr über eine Million Gästeübernachtungen. Zudem plant das Unternehmen für 2020 den Börsengang, was seine zunehmende Marktmacht unterstreicht.

Der Druck auf EU-weite Regulierungen spiegelt die Dringlichkeit wider, mit der Städte die Folgen digitaler Plattformen in den Griff bekommen wollen. Ohne einheitliche Regeln werden Kommunen weiterhin mit Vollzugsproblemen und wirtschaftlichen Konsequenzen kämpfen. Die Reaktion der Europäischen Kommission auf das Papier des Ausschusses der Regionen könnte die Zukunft der Sharing Economy in Europa prägen.

Quelle