06 May 2026, 20:10

EPA und koreanische Patentanwälte stärken Zusammenarbeit für Einheitspatente und Innovation

Diagramm eines Strahlpatents mit verbundenen Punkten und beschrifteten Linien mit Text und Zahlen.

EPA und koreanische Patentanwälte stärken Zusammenarbeit für Einheitspatente und Innovation

Eine Delegation der Korean Patent Attorneys Association (KPAA) traf sich kürzlich mit dem Europäischen Patentamt (EPA) in München. Im Mittelpunkt der Gespräche standen aktuelle Patenttrends, die Zusammenarbeit sowie die neuesten Initiativen des EPA für das Jahr 2025. Beide Seiten betonten das wachsende Interesse am Einheitspatentsystem, insbesondere bei koreanischen Anmeldern.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete eine Begrüßung durch EPA-Vizepräsident Christoph Ernst, der die wichtigsten Entwicklungen beim EPA vorstellte – darunter den neu eingeführten Qualitätsaktionsplan 2025. Dieser zielt auf eine Verbesserung der Patentrecherche- und Prüfungsverfahren ab. Wie Ernst erläuterte, wurden 2024 bereits 85,1 Prozent der Standardrechercheberichte fristgerecht erstellt.

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Das EPA präsentierte zudem sein neues Observatorium für Patente und Technologie, ein Projekt, das Innovationen in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Gesundheit und Quantencomputing verfolgt. Im weiteren Verlauf der Gespräche ging es um die steigende Nachfrage nach dem Einheitseffekt – einem vereinfachten Patenterteilungsverfahren in den teilnehmenden EU-Ländern. Der Elektronikkonzern Samsung zählte 2024 zu den drei größten Nutzern dieser Option weltweit.

Koreanische Anmelder zeigten dabei einen deutlichen Anstieg: In 18,9 Prozent der förmlichen Fälle wurde der Einheitseffekt beantragt – fast doppelt so viele wie noch 2023. Die KPAA informierte über aktuelle Änderungen im gewerblichen Rechtsschutz in Südkorea, während beide Seiten eine Vertiefung der Zusammenarbeit vereinbarten. Für 2026 wurden weitere Dialoge und gemeinsame Aktivitäten bestätigt.

Das Treffen festigte die Beziehungen zwischen dem EPA und koreanischen Patentsachverständigen. Da immer mehr koreanische Unternehmen auf Einheitspatente setzen, gewinnt das System zunehmend an Attraktivität. In den kommenden Jahren sollen Folgegespräche diese Entwicklungen weiter vorantreiben.

Quelle