27 March 2026, 04:15

Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen haben

Alte deutsche 100-Pfennig-Banknote mit einem Mann auf schwarzem Hintergrund und der Aufschrift "100 Pfennig."

Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen haben

In Kempten hat ein Prozess begonnen, nachdem ein Ehepaar angeblich fast 1,9 Millionen Euro aus städtischen Parkuhren gestohlen haben soll. Der 40-jährige städtische Mitarbeiter und seine 38-jährige Frau müssen sich wegen Untreue und Geldwäsche verantworten. Ihr Betrug blieb über ein Jahrzehnt unentdeckt, bis eine Bank Ende 2025 Verdacht schöpfte.

Der Mann arbeitete für die Stadt und entleerte systematisch jahrelang die Parkuhren. Seine Frau soll ihm geholfen haben, das Geld zu waschen, indem sie Bargeld auf Konten einzahlte oder gegen Geschenkgutscheine eintauschte. Den Behörden zufolge agierte das Paar mit geringem Entdeckungsrisiko – bis November 2025.

Eine Bank meldete ungewöhnliche Kontenbewegungen, was die Ermittlungen auslöste. Beide Angeklagten wurden festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder.

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Nach dem Betrug ließ die Stadt Kempten alle Schlösser der Parkuhren austauschen und vergab die Wartung an ein externes Unternehmen. Weitere Änderungen bei der Überwachung der Parkhäuser wurden jedoch bisher nicht öffentlich bekannt.

Das Verfahren läuft noch; die Staatsanwaltschaft strebt die Rückerstattung der gesamten Summe an. Die Stadt hat bereits Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Betrugsfälle künftig zu verhindern. Der Fall zeigt, wie langjährige Finanzverbrechen oft erst durch Routineprüfungen aufgedeckt werden.

Quelle