Edtstadler diskutiert auf Münchner Sicherheitskonferenz über Europas Zukunftssicherheit
Bert BiggenEdtstadler diskutiert auf Münchner Sicherheitskonferenz über Europas Zukunftssicherheit
Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler nahm vom 17. bis 19. Februar 2023 an der 59. Münchner Sicherheitskonferenz teil. Die jährliche Veranstaltung bringt globale Führungspersönlichkeiten zusammen, um drängende Sicherheits- und außenpolitische Fragen zu erörtern – in diesem Jahr geprägt vom anhaltenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Während der Konferenz traf Edtstadler mit zentralen politischen Akteuren zusammen, darunter der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković und der serbische Vize-Regierungschef Ivica Dačić. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der EU-Beitrittsprozess der Westbalkanstaaten.
Zudem führte sie Gespräche mit Kent Walker, dem Präsidenten für globale Angelegenheiten bei Google und Alphabet, wobei Cybersicherheit und Desinformation als zentrale Herausforderungen der digitalen Ära thematisiert wurden. Edtstadler betonte, dass Europa in einer von rasanter Digitalisierung und Globalisierung geprägten Welt mehr Widerstandsfähigkeit und Eigenständigkeit entwickeln müsse.
Sicherheit, so die Ministerin, beschränke sich längst nicht mehr auf klassische Verteidigung. Sie umfasse heute auch Migration, Energie, Klimawandel sowie die wachsende Rolle von Frauen in Krisen und Konflikten. Besonders wichtig sei der Aufbau von Netzwerken unter Frauen sowie ihre Einbindung in Entscheidungsprozesse – vor allem bei Kriegs- und Friedensverhandlungen.
Der Ukraine-Krieg blieb ein zentrales Thema. Edtstadler unterstrich die Geschlossenheit der EU angesichts jüngster Herausforderungen und bekräftigte deren Unterstützung für die Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression.
Die Konferenz bot Edtstadler eine Plattform, um die sich wandelnden Sicherheitsprioritäten Europas zu betonen. Von digitalen Bedrohungen bis hin zur Beteiligung von Frauen an der Konfliktlösung spiegelten die Diskussionen die komplexen Herausforderungen wider, vor denen der Kontinent steht. Ihre Gespräche unterstrichen den Fokus der EU auf Stabilität, Verteidigung und die anhaltende Unterstützung für die Ukraine.






