DGB fordert Pflicht-Rente für alle – doch die Wirtschaft zögert
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schlägt vor, betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verpflichtend einzuführen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi weist darauf hin, dass derzeit rund 20 Millionen Beschäftigte keine betriebliche Rente erhalten. Sie betont, dass diese Renten die gesetzliche Absicherung ergänzen und gemeinsam von den Arbeitgebern finanziert werden sollten.
Fahimis Vorschlag zielt darauf ab, Lücken in der Altersvorsorge zu schließen. Sie ist überzeugt, dass betriebliche Renten die Belastung des gesetzlichen Systems verringern würden. Der DGB fordert, dass Arbeitgeber die finanzielle Verantwortung mit tragen.
Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, unterstützt die Idee grundsätzlich. Er bezeichnet den Plan als „grundsätzlich sinnvoll“ – angesichts der alternden Bevölkerung in Deutschland. Gleichzeitig warnt er, dass das schwache Wirtschaftswachstum kaum Spielraum für höhere lohnbezogene Kosten lasse.
Fuest gibt zudem zu bedenken, dass verpflichtende Arbeitgeberbeiträge die Lohnnebenkosten in die Höhe treiben könnten. Dies, so seine Befürchtung, könnte Unternehmen in einem ohnehin fragilen Wirtschaftsklima zusätzlich belasten.
Der DGB-Vorschlag soll die Altersvorsorge auf Millionen Beschäftigte ausweiten. Fuest befürwortet zwar das Prinzip, betont aber, dass die Kosten mit der wirtschaftlichen Realität in Einklang gebracht werden müssten. Die Debatte dreht sich nun um die Machbarkeit und die Finanzierung.






