Deutschland wirbt nach Intels Rückzug um Samsung als neuen Chip-Riesen
Jonas SeifertDeutschland wirbt nach Intels Rückzug um Samsung als neuen Chip-Riesen
Deutschland intensiviert seine Bemühungen, große Halbleiterhersteller anzulocken, nachdem Intel seine geplante Fabrik in Magdeburg aufgegeben hat. Eine Delegation deutscher Investoren befindet sich derzeit in Südkorea, um mögliche Geschäfte mit Samsung auszuloten. Der Schritt folgt auf frühere Erfolge, bei denen Unternehmen wie TSMC und Infineon ins Land geholt werden konnten.
Die deutsche Delegation umfasst Vertreter aus Sachsen und Sachsen-Anhalt – Regionen, in denen bereits Chipfabriken angesiedelt sind oder zukünftige Projekte geplant werden. Der Besuch erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Samsung über eine Expansion nach Europa nachdenkt, wobei Sachsen als möglicher Standort gilt.
Intels Rückzug aus Magdeburg wurde durch interne Faktoren vorangetrieben, obwohl Deutschland erhebliche Subventionen angeboten hatte. Nun sucht das Land aktiv nach einem Ersatz, wobei Samsung als vielversprechender Kandidat gilt. Gerüchten zufolge könnte die Expansion von einer vollwertigen Fabrik bis hin zu kleineren Betrieben wie Verpackungs- oder Designzentren reichen.
Deutschland verfügt über eine starke Erfolgsbilanz bei der Ansiedlung von Chipherstellern und hat in der Vergangenheit bereits Investitionen von TSMC, Infineon, Bosch und GlobalFoundries gesichert. Auch bei einer möglichen Vereinbarung mit Samsung dürften Subventionen eine zentrale Rolle spielen – ähnlich wie bei den Anreizen, die anderen Herstellern in der Vergangenheit geboten wurden.
Sollten die Gespräche erfolgreich verlaufen, könnte Samsung in Deutschland Fuß fassen und die Lücke schließen, die Intel hinterlassen hat. Ein solches Ergebnis würde die Position des Landes in der globalen Halbleiterindustrie weiter stärken. Umfassende finanzielle Unterstützung bleibt ein zentraler Bestandteil der Verhandlungen.






