Dehoga-Chef Schimke warnt vor höheren Arbeitskosten und Bürokratie-Flut
Anto LehmannDehoga-Chef Schimke warnt vor höheren Arbeitskosten und Bürokratie-Flut
Ingo Schimke, der Chef des Dehoga-Gastgewerbeverbands, hat sich besorgt über aktuelle Pläne zur Erhöhung der Arbeitskosten geäußert. Er warnt, dass solche Maßnahmen Unternehmen belasten und weder Wachstum noch Arbeitsplätze fördern könnten. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf die Politik zunimmt, vor der Sommerpause zu handeln.
Schimke kritisierte einen Vorschlag der DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi, betriebliche Altersvorsorge verpflichtend einzuführen. Dies würde seiner Meinung nach Bürokratie und echte Kosten für Arbeitgeber erhöhen, ohne die Beschäftigungschancen zu verbessern. Gleichzeitig betonte er, dass selbst Gewerkschaften stabile Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft bräuchten – am besten durch Pragmatismus statt Konflikte zu erreichen.
Der Verband setzt nun auf einen Krisengipfel im Kanzleramt, um Lösungen zu finden. Schimke hofft, dass das Treffen vor der Sommerpause ein klares Signal für die Einführung einer einheitlichen Wochenarbeitszeit setzt. Besonders dringend sei aus seiner Sicht das geplante Arbeitszeitgesetz, wobei er von den Koalitionsspitzen erwartet, dass sie die vereinbarten Reformen vorantreiben.
Zudem warnte Schimke, dass andere Vorhaben zur Erhöhung der Lohnnebenkosten ähnliche Risiken bergen. Angesichts der knappen Zeit forderte er die Politiker auf, schnell und entschlossen zu handeln. Die Gastronomiebranche verfolgt den Krisengipfel mit großer Aufmerksamkeit – eine Entscheidung zu den Arbeitszeitreformen könnte bald fallen. Schimke besteht darauf, dass ohne zügiges Handeln die Unternehmen steigende Kosten tragen müssten, ohne die versprochenen Vorteile zu erhalten.






