CSU-Politikerin Bäder löst mit BAföG-Kritik bundesweite Debatte aus
Dorothee Bäder, eine führende CSU-Politikerin, hat mit ihren Äußerungen zu geplanten Erhöhungen der BAföG-Studienförderung eine Debatte ausgelöst. In einem aktuellen Interview stellte sie die Reform infrage und behauptete, Teile der Regierung stünden nicht mehr hinter den Plänen. Ihre Aussagen stoßen bei Wissenschaftlern und politischen Gegnern gleichermaßen auf Kritik.
Bäders politische Laufbahn begann früh: Geboren 1978, trat sie mit 14 der Schülerunion bei und wurde mit 16 CSU-Mitglied. Mit 23 Jahren zog sie in den Parteivorstand ein, und mit nur 24 Jahren wurde sie als jüngste CSU-Abgeordnete in den Bundestag gewählt.
Sie studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und schloss ihr Studium mit der Bestnote 1,5 ab – vergleichbar mit einem „A“. Trotz ihres akademischen Erfolgs ist ihre Diplomarbeit weder in der Bibliothek des OSI noch im Archiv der Hanns-Seidel-Stiftung auffindbar. 2001 veröffentlichte sie in der Zeitschrift Politische Studien der Stiftung einen kurzen Beitrag zum Thema „mitfühlender Konservatismus“.
Die Koalition hatte zuvor beschlossen, die BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 auf 440 Euro anzuheben und die Gesamtförderung schrittweise zu erhöhen. Bäder hingegen argumentierte, Studierende seien „sehr privilegiert“ und ein Nebenjob während des Studiums sei „keine Tragödie“, sondern oft eine wertvolle Erfahrung. Diese Aussagen provozierten eine scharfe Reaktion von Gesine Schwan, Professorin am OSI, die Bäder vorwarf, sie zeige „wenig Respekt für die Ernsthaftigkeit des akademischen Studiums“.
Die SPD betonte später, sie stehe weiterhin hinter der BAföG-Reform. Widerstand scheint vielmehr aus Bäders eigener Partei zu kommen.
Mit ihrer Haltung zur Studienfinanzierung gerät Bäder in Konflikt mit Bildungsvertretern und Koalitionspartnern. Die Zukunft der Reform ist nun ungewiss, obwohl die SPD ihre Unterstützung bekräftigt hat. Ihre Äußerungen haben die Diskussion über die Herausforderungen neu entfacht, vor denen Studierende stehen, die Job und Studium unter einen Hut bringen müssen.






