CDU in NRW verliert stark – AfD und SPD holen auf
Die Zustimmung der Wähler für Kanzler Hendrik Wüsts CDU in Nordrhein-Westfalen ist deutlich gesunken. Die Partei liegt nun bei 32 Prozent – ein Rückgang um drei Punkte gegenüber ihrem Höchststand von 40 Prozent im Oktober 2024. Auch die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist auf 42 Prozent gefallen, sechs Punkte weniger als noch im Februar.
Der Rückgang der CDU fällt mit Verschiebungen bei anderen Parteien zusammen. Die Grünen haben zwei Punkte zugelegt und kommen nun auf 15 Prozent. Die SPD hat drei Punkte verloren und steht bei 17 Prozent – knapp über ihrem Rekordtief von 16 Prozent im Juni 2025.
Die rechtspopulistische AfD erreicht 17 Prozent und liegt damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft. Dies ist ihr bestes Ergebnis in der Region. Gleichzeitig hat die FDP mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten.
Auch die Prioritäten der Wähler haben sich verändert. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme stehen mit 31 Prozent der Nennungen an erster Stelle. Bildung und Schulen folgen mit 24 Prozent. Zudem wachsen die wirtschaftlichen Sorgen: Nur noch 22 Prozent bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Angst vor Arbeitslosigkeit hat zugenommen: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten um ihren Job, sechs Punkte mehr als 2023.
Die CDU ist mit 32 Prozent auf ihren niedrigsten Stand in dieser Legislaturperiode gefallen. AfD und SPD teilen sich mit jeweils 17 Prozent den zweiten Platz. Wirtschaftliche und infrastrukturelle Themen dominieren die Sorgen der Wähler in Nordrhein-Westfalen.
