CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe – "Falsches Bild" der Begegnung
Jonas SeifertCDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe – "Falsches Bild" der Begegnung
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Ulrich Siegmund, zurückgewiesen. Er bezeichnete die öffentliche Aufmerksamkeit für ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung als irreführend und betonte, sie vermittelten ein falsches Bild ihrer Interaktion.
Heuer argumentierte, die CDU müsse sich in Sachfragen mit der AfD auseinandersetzen – stets im Rahmen der parlamentarischen Regeln. Er lädt alle Fraktionen, einschließlich der AfD, ein, die Positionen der CDU im Landtag zu unterstützen. Entscheidend sei nicht, woher eine Mehrheit für einen Beschluss komme, sondern ob die Sache selbst richtig oder falsch sei.
Die AfD bezeichnete er als „Dilemma“: Einerseits sei sie eine rechtsextreme Partei, andererseits demokratisch gewählt. Gleichzeitig kritisierte er die Debatte um den Vorfall als Ablenkung von drängenden Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel.
Obwohl Heuer einräumte, dass seine Haltung missverstanden werden könnte, ließ er sich nicht auf die Erzählung ein, er stehe Siegmund besonders nahe. Sein Ansatz ziele auf inhaltliche Arbeit, nicht auf politische Bündnisse.
Die Äußerungen des CDU-Politikers spiegeln die Spannung zwischen parlamentarischer Zusammenarbeit und ideologischer Distanz wider. Er beharrt darauf, dass politische Entscheidungen nach ihrer sachlichen Richtigkeit zu bewerten seien – unabhängig davon, wer sie unterstützt. Die Diskussion über seine Position hält derweil an, eingebettet in die größeren Debatten über Regierungsführung und Extremismus in Sachsen-Anhalt.






