28 April 2026, 18:30

Bundesgesundheitsministerin Warken diskutiert Apothekenreform in Münsingen

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze darunter.

Bundesgesundheitsministerin Warken diskutiert Apothekenreform in Münsingen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besucht Bahnhof-Apotheke in Münsingen

Letzten Freitag besuchte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Bahnhof-Apotheke in Münsingen, Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt des Termins standen Themen wie die Finanzierung von Apotheken, regulatorische Rahmenbedingungen und der wachsende Wettbewerb durch Versandapotheken.

Während des Besuchs traf Warken auf die Apothekeninhaberin Dr. Melanie Gaub. Diese bezeichnete das Gespräch im Nachhinein als "sehr angenehm" und bestätigte, dass die Ministerin sich für eine Erhöhung der festen Apothekengebühr einsetze – eine längst überfällige Maßnahme für die Branche.

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Die Ministerin sprach zudem die Herausforderungen an, vor denen lokale Apotheken stehen, und versprach, unnötige Bürokratie abzubauen. Allerdings räumte sie ein, dass einige Reformen – wie flexiblere Öffnungszeiten – der Unterstützung durch die Berufskammern bedürften. Bisher blockieren diese jedoch entsprechende Änderungen.

Gaub forderte, dass Apotheken künftig mehr Leistungen anbieten sollten, etwa Impfungen, um Ärzte zu entlasten. Warken signalisierte grundsätzliche Zustimmung, gab jedoch zu bedenken, dass strenge Vorschriften schnelle Lösungen erschweren.

Kritisch äußerte sich die Ministerin auch zum Aufstieg der Versandapotheken. Sie plädierte für strengere Kontrollen, um fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Auf Nachfrage zum Besuch äußerte sich Warken anschließend nicht weiter.

Das Treffen zeigte sowohl Fortschritte als auch Hindernisse bei der Apothekenreform auf. Während Warkens Zusagen zu höheren Gebühren und weniger Bürokratie Entlastung versprechen, bleiben regulatorische Hürden bestehen. Gleichzeitig steht die Branche unter Druck durch Online-Konkurrenten und begrenzte Erweiterungsmöglichkeiten im Leistungsangebot.

Quelle