BMW drosselt Jahresziele nach China-Flaute und Zollproblemen
BMW senkt Jahresprognosen nach schwachen Verkäufen in China und verzögerten Zollsenkungen
Der Autokonzern gab die Anpassungen am Dienstagabend bekannt – woraufhin der Aktienkurs deutlich einbrach. Anleger fragen sich nun, ob es sich dabei nur um einen vorübergehenden Rückschlag oder um tiefgreifendere Herausforderungen handelt.
Die Umsätze des Unternehmens im dritten Quartal in China lagen deutlich unter den Erwartungen. Zusammen mit den verschobenen Zollkürzungen belastet dies die Gewinne zusätzlich. BMW rechnet daher für 2025 mit einem leichten Rückgang der Vorsteuererträge.
Bis dahin wird die Rendite der Automobilsparte – gemessen vor Zinsen und Steuern – voraussichtlich zwischen 5 und 6 Prozent liegen. Die schwächere Entwicklung in China zwang das Unternehmen, seine Jahresprognose deutlich nach unten zu korrigieren.
Unterdessen wächst der politische Druck, die EU-Beschränkungen für Verbrennermotoren zu lockern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies schlagen vor, Hybridfahrzeuge auch über 2035 hinaus zuzulassen. Damit soll das geplante Verbot neuer Benzin- und Dieselautos nach diesem Stichtag abgemildert werden.
Nach der Herabstufung der Prognosen ist der BMW-Aktienkurs weiter unter Druck geraten. Die Probleme des Konzerns in China und die regulatorischen Unsicherheiten in Europa prägen nun die kurzfristigen Aussichten. Analysten werden genau beobachten, wie sich diese Faktoren in den kommenden Monaten auf die finanzielle Performance auswirken.






