20 April 2026, 08:13

BMW-Chef Zipse warnt vor EU-Zöllen auf chinesische Elektroautos als Bremse für Klimaziele

Ein weißer BMW i3 Elektroauto vor einem Gebäude in Tokyo, Japan, mit Glaswänden und einer Tafel im Hintergrund.

BMW-Chef Zipse warnt vor EU-Zöllen auf chinesische Elektroautos als Bremse für Klimaziele

BMW-Chef Oliver Zipse hat sich gegen die Pläne der Europäischen Union ausgesprochen, hohe Zölle auf Elektrofahrzeuge aus China zu erheben. Er warnte, dass dieser Schritt die Bemühungen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen verlangsamen und europäischen Käufern weniger Optionen bieten würde. Das Unternehmen produziert derzeit mehrere Elektromodelle in China für den europäischen Markt, darunter den iX3 und den MINI Cooper E/SE.

Zipse argumentierte, die Zölle würden die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Automobilhersteller nicht stärken. Stattdessen würden sie nach hinten losgehen, indem sie Elektroautos für Verbraucher weniger erschwinglich machten. Der vorgeschlagene Zollsatz liegt bei 37,6 %, könnte von der EU-Kommission jedoch für Hersteller wie BMW, die mit den Ermittlungen kooperieren, auf 20,8 % gesenkt werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ab 2026 wird BMW den elektrischen MINI Cooper und den Aceman im Vereinigten Königreich fertigen. Diese Verlagerung wird Importabgaben für diese Modelle entfallen lassen und ihre Verfügbarkeit auf dem US-Markt voraussichtlich erhöhen. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der das Unternehmen die finanziellen Auswirkungen der neuen EU-Handelsbarrieren umgehen will.

Die Kritik des Vorstandsvorsitzenden unterstreicht die Sorge, dass höhere Kosten den Übergang Europas zu Elektrofahrzeugen verzögern könnten. Bei weniger bezahlbaren Alternativen könnten Kunden länger bei Benzin- oder Dieselautos bleiben – zum Nachteil der Klimaziele.

Die von der EU geplanten Zölle zielen zwar auf den Schutz heimischer Hersteller ab, bergen jedoch das Risiko, die Preise für Elektroautos in die Höhe zu treiben. BMWs Produktionsverlagerung nach Großbritannien deutet auf eine Strategie hin, um einen Teil dieser Kosten zu umgehen. Der Ausgang hängt nun davon ab, ob die EU-Kommission die Zollsätze für kooperationsbereite Unternehmen anpasst.

Quelle