Betrunkene Frau greift Bundespolizisten am Hauptbahnhof Aschaffenburg an
Anto LehmannBetrunkene Frau greift Bundespolizisten am Hauptbahnhof Aschaffenburg an
Bundespolizei greift am Hauptbahnhof Aschaffenburg ein – Betrunkene greift Beamte an
Am Dienstagabend rückte die Bundespolizei am Hauptbahnhof Aschaffenburg nach Meldungen über eine randalierende Person aus. Der Vorfall, der sich kurz vor 22 Uhr ereignete, eskalierte, als eine 29-jährige Deutsche bei der Konfrontation mit den Beamten hochaggressiv reagierte. Nach einem gewaltsamen Widerstand wurde sie vorläufig festgenommen – später stellte sich heraus, dass sie stark alkoholisiert war.
Die Auseinandersetzung begann gegen 21:50 Uhr, als die Beamten die Frau am Bahnhof ansprachen. Statt zu kooperieren, ging sie sofort zum Angriff über, versuchte, einem Polizisten auf die Hand zu schlagen, und beleidigte die Einsatzkräfte massiv. Als die Beamten sie festhalten wollten, wehrte sie sich heftig, sodass sie zu Boden gebracht und in Handschellen gelegt werden musste. Während des Handgemenges versuchte sie zudem, die Polizisten zu beißen.
Bei einer Durchsuchung ihrer Sachen wurde in ihrer Hüfttasche ein Einhand-Klappmesser sichergestellt. Ein anschließender Alkoholtest ergab einen Blutalkoholwert von etwa 1,8 Promille – mehr als das Dreifache der in Deutschland gültigen Grenze für Fahrten unter Alkoholeinfluss. Wegen ihrer starken Alkoholisierung wurde die Frau über Nacht in Gewahrsam genommen, um ausnüchtern zu können, bevor sie am folgenden Tag entlassen wurde.
Während der Vernehmung blieb die Frau uneinsichtig und verweigerte jede Aussage. Die Behörden leiteten daraufhin ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ein. Zudem wurden verwaltungsrechtliche Schritte nach dem Waffengesetz eingeleitet, da sie das Messer unerlaubt bei sich trug.
Nach dem Ausnüchtern wurde die Frau zwar auf freien Fuß gesetzt, doch die Ermittlungen laufen weiter. Bei einer Verurteilung drohen ihr Strafen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Beleidigung von Amtsträgern und Verstößen gegen das Waffengesetz. Der Vorfall zeigt einmal mehr die Gefahren, denen Einsatzkräfte bei der Bewältigung von Konflikten mit alkoholisierten und aggressiven Personen im öffentlichen Raum ausgesetzt sind.






