Berlin plant radikale autofreie Zone in der Friedrichstraße bis zum Gendarmenmarkt
Jonas SeifertBerlin plant radikale autofreie Zone in der Friedrichstraße bis zum Gendarmenmarkt
Ein kühner Plan zur Umgestaltung der Berliner Friedrichstraße sorgt für lebhafte Diskussionen. Das vom Büro CKSA vorgelegte Konzept sieht eine autofreie Zone vor, die sich von der Straße bis zum Gendarmenmarkt erstreckt. Sollte der Entwurf genehmigt werden, entstünde mehr Raum für Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und das öffentliche Leben.
Im Mittelpunkt des CKSA-Konzepts steht die komplette Befreiung der Friedrichstraße und des Gendarmenmarkts von Autos und Fahrrädern. Stattdessen soll die Straße zu einer fußgängerfreundlichen Fläche mit Natursteinpflaster, großen Einzelbäumen und Kunstinstallationen umgestaltet werden. Wasserspiele sollen zudem das Ambiente des Areals aufwerten.
Auch die Querstraßen zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt würden autofrei. Diese Bereiche sollen als öffentliche Plätze neu gedacht werden, die nahtlos in die Hauptstraße übergehen. Vor den Häusern ist eine bordsteinlose Übergangsfläche geplant, die Fußgänger:innen ein barrierefreies Bewegen ermöglicht.
Der Gendarmenmarkt selbst behält teilweise eine Zufahrt für Fahrzeuge. Das Design sieht befahrbare Kopfsteinpflaster in quadratischem Muster vor, sodass Lieferfahrzeuge weiterhin Geschäfte erreichen können. Unterdessen hat die Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) einen Architekturwettbewerb angekündigt, um die finale Gestaltung der Friedrichstraße festzulegen.
Der Vorschlag markiert einen radikalen Wandel in der Nutzung einer der bekanntesten Straßen Berlins. Mit Naturstein, Kunst und Grünflächen soll die Neugestaltung den Menschen Vorrang vor dem Verkehr einräumen. Das Ergebnis hängt nun von weiteren Debatten und den Ergebnissen des anstehenden Wettbewerbs ab.






