Bayern startet erste Großstudie zur Zukunft der regionalen Spielebranche
Jonas SeifertBayern startet erste Großstudie zur Zukunft der regionalen Spielebranche
Bayern hat die erste umfassende Studie zur regionalen Spielebranche in Auftrag gegeben. Das von der Goldmedia GmbH geleitete Projekt wird wirtschaftliche Trends, Unternehmensstrukturen und das zukünftige Wachstumspotenzial analysieren. Für die Forschung wurden zusätzliche 42.000 Euro bereitgestellt; erste Ergebnisse werden bis 2026 erwartet.
Die Untersuchung sammelt detaillierte Daten zu Spielefirmen, Beschäftigtenzahlen, Einnahmequellen und Investitionsmustern in ganz Bayern. Zudem werden zentrale Herausforderungen des Sektors identifiziert – von Finanzierungslücken bis hin zum Wettbewerb auf dem Markt. Zwar sind die genauen Zahlen registrierter Unternehmen und Arbeitsplätze noch unklar, doch listen Jobportale allein in München aktuell 655 Stellen für Spieleentwickler auf, zusätzlich zu offenen Positionen in Nürnberg. Studios wie Fire Totem Games, Pixel Maniacs und thogli studios sind in der Region ansässig und werden von Netzwerken wie Games Bavaria Munich unterstützt.
Digitalminister Fabian Mehring betont den Anspruch des Freistaats, seine Position als führender Games-Standort Deutschlands weiter auszubauen. Sein Ziel ist es, Bayern auf die "nächste Stufe" zu heben – durch erweiterte Fördermittel und strategische Unterstützung. Der FilmFernsehFonds Bayern (FFF Bayern) bringt dabei seine Expertise zu staatlichen Subventionen ein, um sicherzustellen, dass die Studie die realen Förderbedingungen widerspiegelt.
Die Ergebnisse sollen Anfang 2026 veröffentlicht werden, zeitlich abgestimmt mit der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises in München. Dies passt zu Bayerns übergeordnetem Plan, die finanzielle Förderung für Spieleentwicklung und Branchenveranstaltungen zu verdoppeln – ein Vorhaben, das im vergangenen September öffentlich angekündigt wurde.
Die Studie wird erstmals einen vollständigen Überblick über die bayerische Spielelandschaft liefern. Ihre Erkenntnisse könnten künftige Politiken, Förderentscheidungen und Unterstützungsprogramme für die Branche prägen. Mit gezielten Investitionen und Forschung strebt der Freistaat an, seine Rolle als nationaler Spitzenreiter im Gaming-Bereich weiter zu festigen.






