Bad Krozingen leitet 60 Ermittlungen gegen Jugendgruppen nach Raubserie ein
Jonas SeifertBad Krozingen leitet 60 Ermittlungen gegen Jugendgruppen nach Raubserie ein
In Bad Krozingen haben die Behörden nach einem deutlichen Anstieg von Straftaten über 60 strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen Jugendgruppen eingeleitet. Die verschärften Maßnahmen folgten auf eine Welle von Raubüberfällen im Dezember 2025, die zur Einschaltung einer Sonderermittlungsgruppe führte. Im Rahmen der Aktion wurden seitdem mehr als 500 junge Menschen überprüft.
Erste Probleme mit den Jugendgruppen hatten sich bereits im Mai 2025 zugespitzt, wobei die Vorfälle in den folgenden Monaten kontinuierlich zunahmen. Bis Dezember verzeichnete die Polizei einen starken Anstieg von Raubdelikten in Verbindung mit diesen Gruppen, was die lokalen Behörden zum Handeln zwang.
Ende Januar 2026 wurde ein spezielles Ermittlerteam gebildet, dem Beamte aus Müllheim, Ehrenkirchen und der Kriminalinspektion Freiburg angehörten. Ihre Arbeit führte zu Strafverfahren gegen alle identifizierten Tatverdächtigen sowie zu Platzverweisen, um weitere Straftaten zu verhindern. Seither ist die Zahl der gemeldeten Vorfälle deutlich zurückgegangen.
Bürgermeister Volker Kieber lobte das schnelle Eingreifen der Sicherheitskräfte. Unterdessen kündigte die Stadt an, Präventionsprogramme für Kinder und Jugendliche auszubauen, um langfristig das Risiko kriminellen Verhaltens zu verringern.
Die Ermittlungen haben bereits zu einem Rückgang der Straftaten in der Region geführt. Allen Beschuldigten drohen nun rechtliche Konsequenzen, während die Platzverweise weiterhin gelten. Lokale Verantwortungsträger setzen sich zudem für strengere Präventivmaßnahmen ein, um die Ursachen des Problems nachhaltig zu bekämpfen.






