02 April 2026, 12:16

Aprilscherze im Rheingau: Von Riesling-Therapien bis zum Feuerwehrpferd

Plakat mit einem Leuchtturm in der Mitte umgeben von Menschen, einem Fisch und Wasser, mit der Aufschrift "Es ist zum Lachen, glücklicher Rowdy, nichts als Spaß" oben und unten.

Aprilscherze im Rheingau: Von Riesling-Therapien bis zum Feuerwehrpferd

Aprilscherze bringen Welle humorvoller Ankündigungen in Rheingau und Mainz

Der 1. April bescherte der Region Rheingau und Mainz eine Flut scherzhafter Bekanntmachungen. Lokale Unternehmen, Politiker und sogar Rettungskräfte überboten sich mit augenzwinkernden Streichen – von weinbasierten Wellnessanwendungen bis zu ungewöhnlichen Löschmethoden der Feuerwehr.

Zu den Highlights zählte die Ankündigung von Schloss Vollrads, ein Thermalbad mit mineralstoffreichem Wasser und rieslinginspirierten Therapien zu eröffnen. Doch auch Behörden und Kleinbetriebe zogen mit eigenen humorvollen Ideen nach.

Das historische Weingut Schloss Vollrads im Rheingau präsentierte gleich zwei ambitionierte Projekte zum Aprilscherz: Zum einen plante man den Bau eines Thermalbads, gespeist von einer neu entdeckten mineralreichen Quelle auf dem Gelände. Zum anderen sollten Vinotherapie-Behandlungen angeboten werden, die das Klima der Premium-Riesling-Lagerung nachahmen. Das Gut erwog sogar, sich in Bad Schloss Vollrads umzubenennen und den benachbarten Ort Oestrich-Winkel in eine Wellness-Destination zu verwandeln. Das Konzept der Hydro-Vinotherapie sollte Wasseranwendungen, moderate Riesling-Verkostungen und Naturentspannung verbinden.

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Auch das Ahrtal machte Schlagzeilen: Ein Winzer behauptete, den ersten Rotwein-Whirlpool der Welt erfunden zu haben – angeblich mit gesundheitlichem Nutzen. Die Geschichte erschien in einer Lokalzeitung und passte perfekt zum verspielt-leichtfertigen Ton des Tages.

Sogar öffentliche Einrichtungen beteiligten sich am Scherz: Die Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler stellte ein Feuerwehrpferd als neues Einsatzfahrzeug vor – mit dem Argument, es bewege sich im Gelände schneller als herkömmliche Löschfahrzeuge. In Mainz veröffentlichte der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU) ein Video, in dem er alle Baustellen der Stadt zu historischen Denkmälern erklärte. Mit einem Augenzwinkern kündigte er an, weitere Bauvorhaben einzufrieren, um das, was er als Mainz' einzigartiges Kulturgut der "ewigen Verzögerungen" bezeichnete, zu bewahren.

Auch Politiker nutzten den Tag für satirische Spitzen: Der Mainzer FDP-Abgeordnete Thomas A. Klann "wechselte" per Aprilscherz zur CDU – eine Anspielung auf politische Desinformation. Gleichzeitig sorgte ein örtlicher Metzger namens Peter für Aufsehen in den sozialen Medien, als er behauptete, neuer Sternekoch des Fußballclubs Mainz 05 zu sein. Sein Post sammelte binnen Kürze 447 Likes.

Offizielle Reaktionen oder Konsequenzen seitens der Stadt Mainz blieben in den Tagen nach den Scherzen aus.

Die Aprilscherze reichten von ausgefeilten Wellness-Konzepten bis zu ironischen politischen Statements. Zwar war keine der Ankündigungen ernst gemeint – doch sie zeugten von der Kreativität und dem Humor der Region. Der Tag verlief ohne formelle Stellungnahmen der Behörden oder dauerhafte Veränderungen im Alltag.

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