Apotheken protestieren bundesweit gegen gebrochene politische Versprechen
Anto LehmannApotheken protestieren bundesweit gegen gebrochene politische Versprechen
Apotheken in ganz Deutschland planen Protesttag am 23. März
Apothekenbesitzer und Berufsverbände der Apotheker haben zu Kundgebungen in großen Städten aufgerufen, darunter Berlin, Düsseldorf, Hannover und München. Die Aktion richtet sich gegen Politiker, die versprochene Gebührenanpassungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen nicht umgesetzt haben.
Bei dem Protest handelt es sich um eine abgestimmte Initiative von Apothekenleitungen und Fachverbänden – nicht um einen Streik oder eine gewerkschaftlich organisierte Kampagne. Jede Apotheke entscheidet selbst, ob sie an diesem Tag schließt. Mitarbeiter können nicht zum Mitmachen gezwungen werden, und wer zu Hause bleibt, hat laut deutschem Arbeitsrecht weiterhin Anspruch auf seinen regulären Lohn.
Falls eine Apotheke geöffnet bleibt, läuft der Betrieb wie gewohnt weiter. Patienten, die dringend Medikamente benötigen, können sich an die Notdienstapotheken wenden. Arbeitgeber dürfen zwar Aufgaben vergeben, die auch bei geschlossener Apotheke erledigt werden können, aber sie dürfen von den Beschäftigten keine Nacharbeit für ausgefallene Stunden verlangen.
Im Mittelpunkt des Protests stehen politische Forderungen und nicht Lohnkonflikte. Die Apotheker verlangen von der Politik, die zugesagten Gebührenanpassungen endlich umzusetzen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Am 23. März werden einige Apotheken geschlossen bleiben, andere bleiben geöffnet – je nach Entscheidung der Leitung. Unabhängig davon erhalten die Mitarbeiter ihren Lohn, und niemand darf zur Teilnahme gezwungen werden. Ziel der Aktion ist es, die Politik zum Handeln zu bewegen und langjährige Missstände im Sektor zu beheben.






