Anna Weidel kämpft sich nach Krisen zurück in die Biathlon-Weltspitze
Bert BiggenAnna Weidel kämpft sich nach Krisen zurück in die Biathlon-Weltspitze
Deutsche Biathletin Anna Weidel bereitet sich auf die kommende Weltcup-Saison vor – nach schwierigen Jahren
Nach einer Reihe von Rückschlägen steht Anna Weidel kurz vor dem Start in die neue Biathlon-Weltcup-Saison, die Ende dieses Monats im schwedischen Östersund beginnt. Trotz gesundheitlicher Probleme und öffentlicher Kritik in der Vergangenheit fühlt sich die 28-Jährige nun bereit, wieder an die Spitze zurückzukehren.
Die Schwierigkeiten der Deutschen begannen nach den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking, als sie mit harscher Kritik und Hasskommentaren im Netz konfrontiert wurde. Die Angriffe belasteten ihre psychische Gesundheit und markierten eine der schwersten Phasen ihrer Karriere. Im selben Jahr belegte sie lediglich Platz 52 in der Weltcup-Gesamtwertung – weit entfernt von ihren besten Leistungen.
Krankheiten und weitere Rückschläge in den folgenden Wintern verschärften die Situation. Zeitweise dachte Weidel sogar darüber nach, ihre Karriere vollständig zu beenden. Doch sie fand neuen Antrieb: Erst kürzlich war sie als einzige deutsche Biathletin ins Finale des Loop Festivals in München eingezogen – ein wichtiges Signal ihrer Rückkehr.
Über ihre langfristige Zukunft ist sich Weidel noch unsicher. Zwar könnte sie nach den Olympischen Spielen 2026 zurücktreten, einen kompletten Ausstieg schließt sie aber nicht aus, sollte sich ihre Leistung wieder stabilisieren. Aktuell konzentriert sie sich voll auf die neue Saison und den Wiederaufstieg in die Weltspitze.
Der Biathlon-Weltcup 2024/25 startet am 24. November in Östersund. Weidel geht mit neuem Elan an den Start, doch ihre Pläne über 2026 hinaus bleiben offen. Ihre Leistungen in diesem Winter könnten entscheidend dafür sein, ob sie weitermacht – oder sich aus dem Sport verabschiedet.






