AfD scheitert erneut in Ostdeutschland – CDU-Kandidatin holt Kreistags-Sieg in der Uckermark
Bert BiggenAfD scheitert erneut in Ostdeutschland – CDU-Kandidatin holt Kreistags-Sieg in der Uckermark
Die rechtspopulistische AfD hat in Ostdeutschland trotz wachsender Umfragewerte auf Bundesebene eine weitere Niederlage bei einer Kommunalwahl erlitten. Bei der Wahl zum Kreistag in der Uckermark setzte sich die CDU-Kandidatin Karina Dörk klar gegen ihren AfD-Herausforderer durch. Das Ergebnis reiht sich in eine Serie von Rückschlägen für die Partei bei regionalen Wahlen in diesem Jahr ein.
Karina Dörk gewann deutlich gegen den AfD-Bewerber Felix Teichner und verteidigte damit ihren Sitz im Kreistag der Uckermark. Während ihres Wahlkampfs mied sie Debatten über einen Ausschluss der AfD von politischer Zusammenarbeit und bezeichnete diese als „Scheindiskussionen“. Stattdessen betonte sie ihre Bilanz und ihre Fachkompetenz.
In ostdeutschen Kommunalwahlen zeigt sich die AfD weiterhin schwach: 2024 trat sie in 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen an – und gewann davon nur zwei. Diese Niederlagen stehen im Kontrast zu ihrem aktuellen Aufstieg in bundesweiten Umfragen, wo sie die Union aus CDU und CSU mittlerweile mit zwei bis drei Prozentpunkten überflügelt.
Gleichzeitig bleibt die Partei in den anstehenden Landtagswahlen, insbesondere in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, stark aufgestellt. Studien zufolge wechseln jedoch nur wenige ehemalige CDU- und CSU-Wähler zur AfD. Ein größerer Teil plant stattdessen, nicht zur Wahl zu gehen oder linke Alternativen zu unterstützen.
Die jüngste Folge des wöchentlichen Politikpodcasts Bundestalk analysiert die gemischte Bilanz der AfD. Moderiert wird die Sendung vom AfD-Experten Gareth Joswig, der mit Anne Fromm (Leiterin Recherche), Stefan Reinecke (Parlamentskorrespondent) und Sabine am Orde (Innenpolitik-Korrespondentin) diskutiert. Der Podcast ist auf Spotify, Deezer, iTunes und der Website des Verlags verfügbar.
Das Ergebnis in der Uckermark unterstreicht die Schwierigkeiten der AfD, ihre Führung in bundesweiten Umfragen in lokale Wahlerfolge umzumünzen. Zwar bleibt die Partei in Landtagswahlen konkurrenzfähig, doch die jüngsten Niederlagen deuten auf verändertes Wählerverhalten in Ostdeutschland hin. Beobachter verfolgen weiterhin, ob sich ihre breite Unterstützung künftig auch in Wahlsiegen niederschlagen wird.






