25 April 2026, 02:11

AfD lehnt Ilse Aigner als Bundespräsidentin ab – "Keine neutrale Persönlichkeit"

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa

AfD lehnt Ilse Aigner als Bundespräsidentin ab – "Keine neutrale Persönlichkeit"

Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat sich gegen Ilse Aigner als mögliche Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin ausgesprochen. AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel kritisierte Aigners politischen Werdegang und betonte, dass das Amt über den Parteigrenzen stehen müsse.

Die Debatte entzündet sich daran, dass Aigner, derzeit Präsidentin des Bayerischen Landtags, als mögliche Bewerberin für das höchste Staatsamt gehandelt wird. Weidel forderte, die Bundespräsidentin müsse eine von allen Parteien respektierte Persönlichkeit sein – und keine Parteipolitikerin. Sie lehnte Aigners Kandidatur explizit ab und verwies auf deren bisheriges Wirken, das vor allem den Interessen der CSU gedient habe, statt neutrale Führung zu zeigen. Laut Weidel belege Aigners Amtszeit im Landtag eine parteiische Haltung, die oppositionelle Rechte untergrabe.

Kern der AfD-Ablehnung ist Aigners politische Ausrichtung. Weidel argumentierte, ihre Rolle als Landtagspräsidentin sei nicht neutral gewesen, was sie für ein einigendes Amt ungeeignet mache. Die Partei besteht darauf, dass der nächste Bundespräsident frei von Parteibindungen sein müsse, um im gesamten politischen Spektrum Glaubwürdigkeit zu wahren.

Die Haltung der AfD verdeutlicht die Spaltung um Aigners mögliche Nominierung. Ihre Kandidatur stößt nun auf Widerstand einer bedeutenden politischen Kraft. Die Diskussion zeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen darüber sind, ob das Bundespräsidialamt streng überparteilich bleiben soll.

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