Adin Licinas ungewisse Zukunft: Vom Bayern-Talent zum Abgangskandidaten
Kuno GeislerAdin Licinas ungewisse Zukunft: Vom Bayern-Talent zum Abgangskandidaten
Adin Licina galt einst als das größte Jungtalent des FC Bayern. Seine frühen Leistungen brachten ihm höchstes Lob ein – sein Berater nannte ihn einen „magischen Spieler“ und die vielversprechendste Nachwuchshoffnung des Vereins seit einem Jahrzehnt. Doch nach einer Reihe von Rückschlägen steht seine Zukunft nun auf der Kippe, während sein Vertrag langsam ausläuft.
Sein Durchbruch gelang Licina zunächst in der Jugendakademie des FC Bayern, wo er als einer der aufregendsten Talente auffiel. Sein Potenzial zog sogar Vergleiche mit Kenan Yildiz nach sich, einem weiteren ehemaligen Bayern-Juwel, das heute bei Juventus mit einem Marktwert von 75 Millionen Euro glänzt. Der junge Mittelfeldspieler machte einen großen Schritt, als er unter Vincent Kompany in der Vorbereitung mit der Profimannschaft trainierte und sogar in einem Testspiel gegen Tottenham zum Einsatz kam.
Doch Verletzungen und Krankheiten warfen ihn zurück. Statt sich in der ersten Mannschaft durchzusetzen, fand er sich regelmäßig in der Amateurmannschaft wieder, wo er in neun Spielen ein Tor und vier Vorlagen beisteuerte. Angesichts seiner Schwierigkeiten beauftragte der Verein U23-Trainer Holger Seitz damit, seine Form und sein Selbstvertrauen wieder aufzubauen.
Obwohl Bayern weiterhin bereit ist, seinen Vertrag im Sommer zu verlängern, wächst die Konkurrenz um den 18-Jährigen. Sowohl Borussia Dortmund als auch Juventus haben bereits Interesse signalisiert. Derweil hat der FC Bayern seinen Fokus auf den 17-jährigen Lennart Karl gerichtet, der sich inzwischen als neues Aushängeschild der Akademie etabliert hat.
Licinas Vertrag läuft in den kommenden Monaten aus – der Verein steht vor einer Entscheidung. Sein frühes Talent zieht nach wie vor Top-Klubs an, doch seine jüngsten Probleme lassen seinen nächsten Karriere-Schritt ungewiss erscheinen. Ob er bleibt oder geht, hängt davon ab, ob es ihm gelingt, an die Leistungen anzuknüpfen, die ihn einst zum Gesprächsthema im deutschen Fußball machten.






