02 May 2026, 18:21

Adidas steigt aus Flächentarifvertrag aus – IG BCE droht mit Arbeitskampf

Logo der Nationalen Frauengewerkschaftsbundesliga mit zwei Frauen in traditioneller Kleidung, die nebeneinander stehen und jeweils ein gelbes Banner mit "Frauenhandel" in fetter Schrift halten, eingerahmt von einem weißen Rand.

Gewerkschaft will Adidas zurück an den Verhandlungstisch zwingen - Adidas steigt aus Flächentarifvertrag aus – IG BCE droht mit Arbeitskampf

Adidas verlässt den flächendeckenden Tarifvertrag der deutschen Branche – Streit mit der IG BCE eskaliert

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Adidas ist aus dem branchenweiten Flächentarifvertrag in Deutschland ausgetreten und hat damit einen Konflikt mit der Gewerkschaft IG BCE ausgelöst. Das Unternehmen bietet seinen Beschäftigten nun ein eigenes Haustarifmodell an, das ab Dezember 2025 eine Lohnerhöhung von 3 bis 4,5 Prozent vorsieht. Die Gewerkschaft bezeichnet den Schritt als ungerechtfertigt und droht mit Arbeitskampfmaßnahmen.

Der Streit entzündete sich, als Adidas seinen Austritt aus dem Tarifvertrag für die Sportbekleidungsbranche bekannt gab. Das Unternehmen begründete dies damit, dass seine Vergütungsleistungen bereits über den vereinbarten Tarifen lägen. Zudem warf es der Gewerkschaft „reinen Populismus“ vor und bezichtigte sie, den Ruf des Unternehmens zu schädigen.

Die IG BCE wies die Argumente von Adidas als „Unsinn“ zurück. Sie kritisierte den Konzern scharf für den Ausstieg aus dem branchenweiten Rahmenabkommen und das Angebot eines unternehmenseigenen Tarifmodells. Zwar sieht der Adidas-Vorschlag eine Lohnerhöhung von 3 bis 4,5 Prozent vor – damit liegt er 0,5 Prozentpunkte über dem letzten branchenweit ausgehandelten Abschluss –, doch die Gewerkschaft zeigt sich weiterhin unzufrieden.

Als Reaktion plant die IG BCE, den Druck durch Arbeitskampfmaßnahmen zu erhöhen. Die Gewerkschaft will ihr internationales Netzwerk sowie das deutsche Lieferkettengesetz nutzen, um Adidas zur Rückkehr in das System der Flächentarifverträge zu bewegen.

Für die Adidas-Mitarbeiter in Deutschland steigen die Gehälter ab Dezember 2025 um 3 bis 4,5 Prozent. Die Gewerkschaft besteht jedoch darauf, dass das Unternehmen zum Branchentarif zurückkehrt. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnte es zu weiteren Arbeitskämpfen kommen.

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